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Rückschlag für FCK: Nachlass geringer als geplant

Kaiserslautern (dpa) - 08.02.2010, 22:59 Uhr

Stefan Kuntz im Fritz-Walter-Stadion im April 2008.
Stefan Kuntz im Fritz-Walter-Stadion im April 2008.
 
 

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Erneut finanzieller Rückschlag für Zweitligist 1. FC Kaiserslautern: Der Rat der Stadt Kaiserslautern hat beschlossen, dem Verein nur einen Mietnachlass in Höhe von 1,2 Millionen Euro statt der ursprünglich geplanten 1,8 Millionen Euro für das Fritz-Walter-Stadion zu gewähren.

«Wir müssen diese Entscheidung respektieren, akzeptieren können wir sie leider nur bedingt, da diese Regelung für uns eine wesentliche Erhöhung der bilanziellen Überschuldung bedeutet», erklärte der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz.

Die Entscheidung der Stadt wirkt sich deshalb so negativ aus, weil eine Betriebsprüfung der Jahre 2000 bis 2003 erst in der vergangenen Woche ergeben hat, dass der Fußball-Verein noch über drei Millionen Euro an das Finanzamt zahlen muss. Der FCK hatte dafür aber nur Rücklagen von rund 2,3 Millionen Euro gebildet. «Durch die Art und Weise, wie wir in den vergangenen 18 Monaten gewirtschaftet haben, wären wir auch mit der geplanten Mietreduzierung in Höhe von 1,2 Millionen Euro zu Recht gekommen. Dass dies nun nicht mehr der Fall ist, liegt am Ergebnis der Betriebsprüfung», räumte Kuntz ein.

 

Nach Angaben des ehemaligen Nationalspielers ist es dem FCK durch die Entscheidung des Stadtrates «erheblich erschwert worden», die Überschuldung des Vereins abzuarbeiten. Ursprünglich hatte der Traditionsclub eine Mietreduzierung in Höhe von zwei Millionen Euro beantragt. Nach einem Gespräch mit Vertretern des Stadtrates habe man sich dann auf eine andere Lösung verständigt: In der 2. Bundesliga sollte dem FCK bis 2012 ein Mietnachlass von 1,8 Millionen Euro gewährt werden, im Falle eines Aufstiegs in die Bundesliga sollte der im ersten Jahr 1,2 Millionen, im zweiten Jahr 600 000 Euro betragen.

«Wir sind sehr überrascht, dass von dieser Regelung abgegangen wurde. In Bezug auf unsere Liquidität hilft uns diese Regelung, aber bezüglich der bilanziellen Überschuldung bleibt sie wirkungslos», meinte Kuntz. Er warf dem Stadtrat vor, eine Chance vertan zu haben, «ein tolles Zeichen» zu setzen.


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