Bielefeld (dpa) - 04.02.2010, 20:54 Uhr
Arminia Bielefeld soll nach Zeitungsberichten in akuten Finanzproblemen stecken.
Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld steht nach Presse-Informationen vor immensen Geldproblemen. Nach Zeitungsangaben habe der Club Schulden bei verschiedenen Gläubigern.
Die Saison wird der «Neuen Westfälischen» zufolge aller Voraussicht nach mit einem Minus von 2,5 Millionen Euro abgeschlossen. Das «Westfalen-Blatt» hatte vorab in seiner Online-Ausgabe berichtet, den Verein drücke sogar «ein Minus von annähernd 3 Millionen Euro» in der Jahresbilanz für 2009.
Finanz-Geschäftsführer Heinz Anders sagte der «Neuen Westfälischen»: «Unser wichtigstes Ziel ist, Arminias Teilnahme am Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.» Die finanzielle Lage beim Tabellen-Vierten der 2. Liga sei dramatisch, berichtet die Zeitung in ihrem Online-Dienst. Arminias Konten sollen zwischenzeitlich zwei Tage gesperrt gewesen sein. Das Mobiliar der VIP-Logen soll an die örtliche Sparkasse verkauft und von Arminia wieder zurückgeleast worden sein.
«2009 war für Arminia ein katastrophales Jahr«, sagte Anders dem «Westfalen-Blatt». In der Jahresbilanz für 2009 werde ein Verlust etwa 3 Millionen Euro ausgewiesen. Diese Summe fehle dem Club auch im operativen Geschäft. Anders schloss Stellenkürzungen nicht aus. Sollte der Aufstieg in die 1. Bundesliga misslingen, müsse sich der Verein auch von Leistungsträgern trennen.