Rot-Weiß Oberhausen: Keine Eile bei Trainersuche
Oberhausen (dpa) - 02.02.2010, 16:34 Uhr
Mit Trainer Hans-Günter Bruns schaffte Rot-Weiß Oberhausen 2008 den Aufstieg in die 2. Bundesliga.
Nach dem Rücktritt von Trainer Jürgen Luginger will sich Fußball-Zweitligist Rot-Weiß Oberhausen bei der Nachfolger-Suche für den 42-Jährigen Zeit lassen. «Wir haben keine Not und deshalb auch keine Zeitschiene», sagte Oberhausens Sportvorstand Thomas Dietz der Deutschen Presse-Agentur dpa . Luginger hatte sein Amt nach neun Spielen seiner Mannschaft ohne Sieg und sieben Partien ohne Tor am 1. Februar zur Verfügung gestellt. In der Begegnung mit Hansa Rostock wird der Sportliche Leiter von RWO, Hans-Günter Bruns, das Team betreuen. «Wir schauen in aller Ruhe, was der Markt hergibt. Und außerdem haben wir eine sehr gute Übergangslösung», meinte Dietz zu der Personalie Bruns, der die «Kleeblätter» als Chefcoach zwischen 2006 und 2008 von der Oberliga Nordrhein in die 2. Bundesliga geführt hatte. Danach hatte Luginger diese Position übernommen.
Nach der Negativ-Serie nimmt Oberhausen in der Zweitliga-Tabelle lediglich Rang 15 ein und hat nur noch fünf Punkte Vorsprung auf Platz 17. «Natürlich ist diese Situation nicht erfreulich. Aber das ist eine Phase, die entschärft werden muss. Gemeinsam mit Hans-Günter Bruns müssen wir jetzt alle kühlen Kopf bewahren, um da wieder rauszukommen. Und ein neuer Mann muss einfach zu uns passen», sagte Dietz. Denkbar ist, dass Bruns mittelfristig Chefcoach bleibt. Bruns griff bei seiner ersten Einheit zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Die RWO-Profis mussten den verschneiten Trainingsplatz an der Landwehr vom Schnee befreien. «Das war eine positive Aktion für die gesamte Mannschaft, die auch bei den Spielern gut angekommen ist», sagte Bruns, der seine Akteure erst nach zweieinhalb Stunden harter Arbeit erlöste. «Der Schnee war nass und schwer, das war eine harte Aufgabe für die Jungs», meinte der Interims-Coach. RWO hatte sich nach dem Luginger-Rücktritt «dankbar» für dessen Arbeit gezeigt. «Es ist ihm eine Herzensangelegenheit, dass der Verein die gesteckten Ziele noch erreichen kann. Schließlich war er bei RWO in den verschiedenen Funktionen als Spieler, Co-Trainer, Sportlicher Leiter im Aufstiegsjahr zur 2. Bundesliga und Zweitliga-Cheftrainer, der trotz der uns geringen zur Verfügung stehenden Mittel den Klassenerhalt geschafft hatte, tätig», hatte der RWO-Vorstand mitgeteilt.
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