«Last-Minute-Gegentor»: Bielefelds Gerstner sauer
Rostock (dpa) - 19.01.2010, 15:18 Uhr
Die Rostocker fallen sich erleichtert nach dem 1:1-Ausgleich durch Oliver Schröder (2.v.l.) in die Arme.
Für die Heimfahrt nach Bielefeld kündigte Thomas Gerstner eine intensive Diskussion mit seinen Spielern an. Das «Last-Minute-Gegentor» zum 1:1 bei Hansa Rostock hatte dem Trainer der Arminia die Laune gründlich verdorben. «Der Frust ist groß, wenn du zu diesem Zeitpunkt zwei Punkte liegen lässt», klagte er nach dem Trauerspiel an der Ostseeküste. «Dabei hätten wir viel früher alles klar machen können.» Statt weiter auf den Aufstiegsplätzen in der 2. Fußball-Bundesliga mitzumischen, drohen die Ostwestfalen nach dem siebten Spiel ohne Sieg die Spitze aus den Augen zu verlieren. «Wenn wir die Chance auf Platz drei wahren wollen, müssen wir bald mal wieder gewinnen», sagte Abwehrspieler Michael Lamey. Immerhin gaben sich Gerstners Spieler nach der gefühlten Niederlage einsichtig. Vor 7500 Zuschauern hatten sie zwar die Partie und den Gegner im Griff, überzeugen konnten sie aber nicht. Oliver Kirchs Führungstor (79. Minute) war eine der wenigen gelungenen Aktionen. Dass sie in der Schlusssekunde noch den Ausgleich durch Rostocks Oliver Schröder (90.+3) kassierten, war die Quittung für zu viel Nachlässigkeit.
«Das darf nicht passieren, wir müssen uns in der Schlussphase besser konzentrieren», sagte Innenverteidiger Andre Mijatovic selbstkritisch. Sein Gesamturteil: «Das war zu wenig.» Abwehrkollege Lamey sah es ähnlich: «Wir haben uns am Ende zu defensiv verhalten.» Die Rostocker konnten wenigstens mit dem Ergebnis, aber nicht mit der Leistung zufrieden sein. «Gott sei Dank haben wir noch einen Punkt geholt. Unser Spiel war aber sehr schlecht», meinte Torschütze Oliver Schröder. «Diesmal hatten wir Glück», befand ein nach eigenen Worten «total enttäuschter» Trainer Andreas Zachhuber. Nur ein Akteur durfte sich als Held fühlen: Hansas Torhüter Alexander Walke hatte mit einigen guten Paraden den Punkt für die Rostocker erst möglich gemacht.
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