Augsburg und Duisburg marschieren - Randale in Fürth
München (dpa) - 17.01.2010, 15:53 Uhr
Der Augsburger Ibrahima Traore (l) feiert mit seinen Kollegen.
Fürth feiert Mike Büskens und St. Pauli einen magischen Debütanten - nur der 1. FC Kaiserslautern hatte beim Rückrundenstart der 2. Fußball-Bundesliga nichts zu Lachen. Mit der 0:3-Klatsche bei der SpVgg Greuther Fürth büßte der Spitzenreiter seine souveräne Tabellenführung ein. Der FC St. Pauli kam dank des 2:0 bei Schlusslicht Rot Weiss Ahlen bis auf drei Punkte an die Pfälzer heran. Dahinter lauern der FC Augsburg, der beim 3:1 über Energie Cottbus seine Aufstiegsambitionen eindrucksvoll unterstrich, und der MSV Duisburg nach dem 5:0-Kantersieg gegen den FSV Frankfurt. Mit einem Sieg bei Hansa Rostock zum Abschluss des 18. Spieltags an diesem Montag (20.15 Uhr) will auch Arminia Bielefeld die Jagd auf die «Roten Teufel» aufnehmen. Auch ohne den gesperrten Torjäger Michael Thurk bleibt Augsburg auf Aufstiegskurs. «Jetzt ist alles möglich. Wir haben die Qualität», sagte Thurk-Ersatz Sandor Torghelle. Der Ungar per Doppelpack und Marcel Ndjeng machten Augsburgs vierten Heimsieg in Folge perfekt. In Duisburg brachten der in der Winterpause vom FSV Mainz 05 verpflichtete Srdjan Baljak, Routinier Ivica Grlic, Olcay Sahan, Nicky Adler und Christian Tiffert mit einem Phantom-Tor brachten den MSV auf Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen.
Einen halbwegs gelungenen Einstand hatte Petrik Sander als neuer Trainer in Koblenz. Nach vier Niederlagen in Serie holte der Vorletzte beim 2:2 gegen 1860 München immerhin einen Punkt. «Es war ein guter Anfang», meinte Sander. Stefan Aigner und Alexander Ludwig mit einem fragwürdigen Handelfmeter glichen die zweifache TuS-Führung durch Manuel Hartmann und Andreas Glockner aus. Spielerisch enttäuschte der FC St. Pauli auf der ganzen Linie, aber die Kiezkicker hatten Geduld und wurden beim 2:0 in Ahlen mit drei wichtigen Punkten belohnt. «Aber vom Aufstieg können andere reden, wir tun das nicht», sagte Trainer Holger Stanislawski. Gesprächsstoff lieferte der von Bayer Leverkusen nach Hamburg ausgeliehene Richard Sukuta-Pasu. Auf seiner Internetseite feierte der Club den Zweitliga-Debütanten mit der Rückennummer 19 als «Mann mit der magischen Zahl»: 19 Sekunden nach seiner Einwechslung erzielte der 19 Jahre alte U19-Europameister mit der Rückennummer 19 das zweite Tor für St. Pauli. |