St. Pauli feiert Sukuta-Pasu und die verrückte 19
Ahlen/Hamburg (dpa) - 17.01.2010, 13:48 Uhr
Der Paulianer Deniz Naki (l) klatscht den Torschützen zum 2:0 Richard Sukuta-Pasu ab.
Der FC St. Pauli feiert die verrückte 19. «Der Mann mit der magischen Zahl», hieß es auf der Internetseite des Clubs. Exakt 19 Sekunden stand U 19-Europameister Richard Sukuta-Pasu auf dem Feld, um den gelungenen Zweitliga- Rückrundenstart perfekt zu machen. Der Clou: Die Rückennummer 19 prangte auf dem Trikot des 19-Jährigen. «Das ist ein Traumeinstand», jubelte Sukuta-Pasu nach seinem Tor zum 2:0 (0:0)-Endstand beim Tabellenletzten Rot Weiss Ahlen. St. Paulis Manager Helmut Schulte kam sich nach Sukuta-Pasus Premierentreffer «wie im Märchen» vor - und auch die Tabelle liest sich aus Hamburger Sicht märchenhaft: Mit 36 Punkten festigten die Hanseaten den zweiten Rang und halten Kurs Richtung Fußball-Oberhaus. Sukuta-Pasu sei Dank. Gleich in seinem ersten Pflichtspiel im neuen Trikot schlug die Leihgabe von Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen zu und bestätigte die Einschätzung von Bayer-Sportchef Rudi Völler, ein «sehr großes deutsches Talent» zu sein. Der so Gepriesene selbst blieb nach seinem starken Debüt bescheiden: «Es ist nicht wichtig wer den Treffer zum 2:0 macht. Hauptsache er fällt. Nichtsdestotrotz ist es natürlich ein tolles Gefühl, eingewechselt zu werden und so schnell zu treffen.»
Bis 2011 haben sich die Hamburger, die mit 43 Treffern die beste Offensive der Liga stellen, Sukuta-Pasus Dienste gesichert. Hält die positive Entwicklung des Angreifers und seines neuen Arbeitgebers an, könnte es schon in der kommenden Spielzeit zum Wiedersehen mit Sukuta-Pasus früheren Teamkollegen aus Leverkusen kommen. Denn mit dem glücklichen Sieg in Ahlen, den Torjäger Marius Ebbers (77. Minute) mit seinem elften Saisontreffer einleitete und den die Nummer 19 nach einem Zusammenspiel mit Deniz Naki zehn Minuten später besiegelte, bestätigten die Kiezkicker einmal mehr ihre derzeitige Erstliga-Tauglichkeit. Coach Holger Stanislawski, der sein Team im winterlichen Hamburg auf die zweite Halbserie vorbereitet hatte, fällt es immer schwerer, den gestiegenen Erwartungen verbal entgegenzutreten. So klang es am Samstag auch wenig glaubhaft, als Stanislawski sagte: «Vom Aufstieg können aber andere reden. Wir tun das nicht.»
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