Manipulationsverdacht - Frommer: «Ein Schlag»
Hannover (dpa) - 20.11.2009, 17:28 Uhr
Die Spieler des FC Auzgsburg bejubeln am 17. April einen Treffer gegen Osnabrück.
Mit Fassungslosigkeit hat der ehemalige Osnabrücker Profi Nico Frommer auf Berichte der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Freitag) reagiert, wonach frühere Teamgefährten beim VfL Osnabrück in mögliche Spielmanipulationen in der 2. Fußball- Bundesliga verwickelt sein sollen. «Das trifft mich wie ein Schlag. Ich bin schockiert, dass in der eigenen Mannschaft so etwas vorgefallen sein soll. Gegen Nürnberg ist mir nichts aufgefallen. Gegen Augsburg gab es ein, zwei krasse Fehler von uns. Aber ob die wirklich mutwillig waren, so weit möchte ich nicht vorgreifen. Meiner Meinung nach wäre es Schwachsinn, für ein paar Tausend Euro seine ganze Karriere aufs Spiel zu setzen», sagte der 31-Jährige, der heute für RB Leipzig aktiv ist. Nach Angaben der Zeitung verdächtigt die Staatsanwaltschaft Bochum als Drahtzieher einen 34-Jährigen, der mit Hilfe von VfL-Profis zwei Spiele aus der vergangenen Saison manipuliert haben soll. Bei den Partien soll es sich um die Auswärtsspiele der Osnabrücker beim FC Augsburg (0:3) am 17. April 2009 und beim 1. FC Nürnberg (0:2) am 13. Mai 2009 handeln.
Beim VfL Osnabrück herrschte Fassungslosigkeit. «Wenn das stimmt, wäre das eine Katastrophe - das könnte dann ein Grund für den Abstieg gewesen sein», sagte Präsident Dirk Rasch. Sportdirektor Martin Bader vom 1. FC Nürnberg erkannte keine Auffälligkeiten in der besagten Partie gegen die Osnabrücker. «Es war für uns ein ganz normales Spiel, das wir am Ende mit 2:0 gewonnen haben», sagte er. Auch der FC Augsburg zeigte sich «tief betroffen» über die geschilderten Fakten. «Doch es verbietet sich zum jetzigen Zeitpunkt, sich an Spekulationen zu beteiligen, da dem Verein bisher keine verwertbaren Erkenntnisse bekannt sind», teilten die Schwaben in einer ersten Stellungnahme mit. Der Club werde «selbstverständlich alles in seiner Macht stehende für eine lückenlose Aufklärung tun».
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