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Studie: 2. Bundesliga weniger attraktiv

Köln (dpa) - 16.11.2009, 17:22 Uhr

Nach dem Aufstieg der Traditionsclubs Borussia Mönchengladbach und 1. FC Köln in die Fußball-Bundesliga hat die 2. Bundesliga deutlich an Attraktivität verloren.

Der Umsatz der Liga ging in der vergangenen Saison um rund 70 Millionen Euro zurück, wie eine am 16. November in Köln vorgestellte Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte ergab. Hauptgrund seien gesunkene Zuschauerzahlen. Basketball, Eishockey und Handball als die drei anderen wichtigsten deutschen Profiligen nach der Fußball- Bundesliga konnten ihre Umsätze gegenüber der Vorsaison dagegen steigern. In allen vier Ligen zusammen sanken Spieltag-Erlöse und Zuschauerzahlen um fünf Prozent.

Die vier untersuchten Spielklassen erwirtschafteten in der Saison 2008/09 einen Gesamtumsatz von rund 500 Millionen Euro - und damit etwa 50 Millionen Euro weniger als in der Vorsaison. Verantwortlich für diese Entwicklung war vor allem die 2. Bundesliga, deren Umsatz zum ersten Mal seit 2003/04 gesunken ist.

«Der Rückgang hier ist jedoch nicht konjunkturell bedingt, sondern durch die Zusammensetzung der Liga zu erklären», sagte Deloitte- Manager Stefan Ludwig. Vor allem der Aufstieg namhafter Vereine mache der Liga zu schaffen. Nach dem Rekordjahr 2007/08 mit einem Umsatz von 331 Millionen blieb die 2. Bundesliga mit 262 Millionen Euro jedoch die umsatzstärkste Spielklasse.

Die Fußball-Bundesliga hatte 2007/08 laut dem im Juni von Deloitte veröffentlichten «Annual Review of Football Finance» 1,438 Milliarden Euro eingenommen und einen Gewinn von 136 Millionen Euro erzielt. Zahlen für 2008/09 liegen für die Elite-Klasse noch nicht vor.


Die übrigen drei Ligen konnten ihre Umsätze gegenüber der Vorsaison steigern: Die Eishockey-Bundesliga um 10 auf 95 Millionen, die Handball-Bundesliga um 3 auf 78 Millionen und die Basketball- Bundesliga um 9 auf 59 Millionen Euro. Insgesamt lockten die Top- Ligen im vergangenen Sportjahr rund 10,3 Millionen Besucher in die Stadien und Arenen. Im Vergleich zu 2007/08 ist dies ein Minus von fünf Prozent.

Die Spieltag-Erlöse der vier Ligen sanken ebenfalls um fünf Prozent auf 123 Millionen Euro. Fußball und Handball verzeichneten Rückgänge, Basketball und Eishockey legten zum Teil deutlich zu. Die Eishockey-Bundesliga erhofft sich vor allem durch die Weltmeisterschaft 2010 im eigenen Land positive Effekte - ähnlich wie der Handball mit seiner WM 2007. Nach dem Titelkampf waren die Einnahmen binnen zwei Jahren um 25 Millionen gestiegen.

Die Erlöse aus dem Sponsoring blieben mit 217,2 Millionen Euro stabil. Handball-, Basketball- und Eishockey-Bundesliga legten zwischen 4 und 5,4 Millionen Euro zu, lediglich die 2. Bundesliga erwartete 5,3 Millionen Euro weniger aus dem Sponsoring.

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