Rostock (dpa) - Als «falsches Zeichen» wertet Fußball- Zweitligist FC Hansa Rostock die Überlegungen von DFB-Chef Theo Zwanziger, angesichts der jüngsten Gewalt-Eskalation im deutschen Fußball als letzte Konsequenz Geisterspiele auszutragen.
«Das ist der verkehrte Weg, das wäre eine Kapitulation vor einer Minderheit», sagte Hansa-Sprecher Karsten Lehmann der Deutschen Presse-Agentur dpa. 99 Prozent der Zuschauer hätten sich friedlich verhalten, sie würden durch Spiele vor leeren Rängen bestraft.
Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes hatte am Vortag Partien vor leeren Rängen nicht mehr ausgeschlossen. «Wenn man spürt, das ist nur mit einer unverhältnismäßigen Zahl von Sicherheitsmaßnahmen überhaupt friedlich zu halten, dann muss man die Frage stellen, ob man dort noch mit Publikum spielen kann», sagte Zwanziger. Am Montag waren beim Spiel zwischen Hansa Rostock und dem FC St. Pauli Hooligans mit der Polizei aneinandergeraten. Dabei wurden 29 Polizisten leicht verletzt und 23 Rostocker Fans festgenommen.