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2. Liga spart weiter - nur 22 Spieler kosten Geld

München (dpa) - 28.07.2009, 11:22 Uhr

Karlsruhes Neuzugang Dino Drpic sitzt bei einem Spiel vom KSC auf der Tribüne.
Karlsruhes Neuzugang Dino Drpic sitzt bei einem Spiel vom KSC auf der Tribüne.

Die Zuschauerzahlen steigen ständig und die Etats schnellen nach oben, aber bei ihren Investitionen in neues Personal kocht die 2. Bundesliga weiter auf Sparflamme.

Fünf Wochen vor Ende der ersten Transferperiode am 31. August hat sich das Fußball- Unterhaus auf dem Transfermarkt weitgehend zum Nulltarif bedient. Lediglich 22 der bisherigen 161 Neuzugänge kosteten eine Ablöse. Insgesamt investierten die 18 Clubs nur 6,15 Millionen Euro in neues Personal, gut zwei Millionen Euro weniger als vor einem Jahr. Die Einnahmen für Spielerverkäufe gingen von 20 Millionen Euro auf 13 Millionen Euro zurück, obwohl mit 189 Spielern wesentlich mehr Abgänge zu verzeichnen sind als im vergangenen Sommer (154).

Das Personalkarussell hat sich vor der neuen Saison kräftig gedreht, doch teure Neueinkäufe bleiben in der 2. Liga wie in den Jahren zuvor die Ausnahme. Die Investitionen für neue Spieler bei den Bundesliga-Absteigern Karlsruher SC (1,6 Millionen Euro), Energie Cottbus und Arminia Bielefeld (jeweils 600 000) nehmen sich im Vergleich zu Bayern München (50,7 Mio.) oder dem Hamburger SV (19,5 Mio.) sehr bescheiden aus. Insgesamt wurden im Fußball-Oberhaus rund 150 Millionen Euro in neue Spieler investiert.

Die teuersten Neueinkäufe tätigte der KSC, der für Dino Drpic (Dinamo Zagreb) 900 000 Euro und für Anton Fink (SpVgg Unterhaching) 700 000 Euro ausgab. Drpic war bereits seit Januar an den KSC ausgeliehen, der nun die Kaufoption zog. Der Rumäne Florin Lovin war dem TSV 1860 München 600 000 Euro wert. Für eine halbe Million Euro verpflichtete Alemannia Aachen den Senegalesen Babacar Gueye vom französischen Zweitligisten FC Metz. Der prominenteste Neuzugang kostete kein Geld: Der ehemalige ungarische Nationaltorwart Gabor Kiraly, der 198 Bundesligaspiele für Hertha BSC bestritt, kam ablösefrei vom FC Burnley zu den Münchner «Löwen».

Wie andere Clubs nutzten die Münchner den Transfermarkt, um ihre Finanzen aufzubessern. Nach Timo Gebhart, der bereits im Winter für drei Millionen Euro zum VfB Stuttgart wechselte, gaben die Sechziger mit Fabian Johnson (VfL Wolfsburg/1,1 Mio.) und Sven Bender (Borussia Dortmund) weitere Nachwuchsspieler ab. «Aber billige Talente wird es nicht mehr geben. Johnson war der letzte», kündigte 1860- Sportdirektor Miroslav Stevic eine Änderung der Personalpolitik an.

Die größten Erlös aus Spielerverkäufen erzielte der KSC mit 4,55 Millionen Euro, davon allein drei Millionen für den zum VfB Stuttgart gewechselten Stefano Celozzi. Dahinter folgen Alemannia Aachen (2,6 Mio.), das allein 2,5 Millionen Euro für Lewis Holtby (Schalke 04) kassierte, Bielefeld (1,7 Mio.), 1860 München (1,3 Mio.) und Cottbus (1,0 Mio.).


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