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FSV Mainz 05 will auch finanziell nach oben

Mainz (dpa) - 19.05.2009, 12:34 Uhr

Der Mainzer Roman Neustädter jubelt nach dem Sieg gegen Fürth.
Der Mainzer Roman Neustädter jubelt nach dem Sieg gegen Fürth.

Der FSV Mainz 05 will der weltweiten Wirtschaftskrise trotzen und mit der nahenden Rückkehr ins Fußball-Oberhaus nach zweijähriger Abstinenz auch finanziell wieder eine Klasse aufsteigen.

«Die Bundesliga bietet uns als eigentlich klassischem Zweitliga-Club ganz andere Möglichkeiten in der Vermarktung», sagte Manager Christian Heidel, der den Gesamtetat von derzeit 18 auf 28 bis 30 Millionen Euro steigern will. «Für uns ist das ein großer Sprung, doch finanziell spielen wir wegen des kleinen Stadions weiter in der unteren Hälfte. Die Dortmunder Fankurve fasst mehr Zuschauer als unser gesamter Bruchweg», meinte der 45-Jährige.

Bis Ende 2010 müssen die Mainzer durchhalten, erst dann wird die 60 Millionen Euro teure und bis zu 35 000 Zuschauer fassende Coface- Arena fertiggestellt. Deshalb geht der Club eher hanseatisch kühl als karnevalistisch fröhlich mit dem Geld um. «7,5 Millionen Euro Grundkapital kommen von uns. Die wollen finanziert sein», sagte der Manager. Bis dahin bleibt der Bruchweg die Heimat. Heidel weiter: «Unsere Zuschauer lieben das Stadion. In der Bundesliga sind wir siebzehn Mal ausverkauft. Die Atmosphäre kann für Punkte gut sein.»

Personell wird es im Fall der Bundesliga-Rückkehr keinen großen Umbruch geben. Aufstiegs-Helden genießen in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Artenschutz. Das war schon beim ersten Sprung ins Oberhaus so, als alle Spieler ein Vertragsangebot erhielten. Miroslav Karhan verlängerte vor dem letzten Spieltag wie Marco Rose seinen Vertrag, der Weggang von Markus Feulner (zu Borussia Dortmund) und Roman Neustädter (unbekannt) steht seit Wochen fest.

Frisches Blut soll kommen, möglichst ohne Ablöse und nicht in großer Zahl. Kandidaten oder Positionen verrät Heidel nicht. «Wenn ich heute sage, wir holen einen neuen Mittelstürmer, dann schießt der Bancé gegen Oberhausen kein Tor. Erst müssen wir unsere Arbeit erledigen», sagte der seit 18 Jahren amtierende Manager. Filip Trojan (FC St. Pauli) kommt sicher, Patric Klandt (FSV Frankfurt) und Selim Teber (1899 Hoffenheim) werden als Neuzugänge gehandelt.

Coach Jörn Andersen, dem gegen seinen Ex-Club Oberhausen noch ein Punkt fehlt, um aus dem Schatten seines Vorgängers Jürgen Klopp zu treten, soll - so Heidel - auch bei einem etwaigen Scheitern nicht zur Disposition stehen. «Wir haben ein höchst erfolgreiches Jahr hinter uns. Viele hatten uns nach dem Wechsel von Klopp zu Andersen den Durchmarsch nach unten vorhergesagt. Es ist anders gekommen.»


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