MSV und «Club» holen auf - Rückschlag für Fürth
München (dpa) - 22.02.2009, 16:44 Uhr
Nürnbergs Andreas Wolf (r) köpft den Ball vor dem Wiesbadener Ronny König weg.
Party-Stimmung in Duisburg und Nürnberg, Katzenjammer bei Fürth - am 21. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga verpasste die SpVgg Greuther Fürth mit der bitteren 0:3-Lektion bei TuS Koblenz die Rückkehr auf den zweiten Tabellenplatz. Die Verfolger des Dreigestirns an der Spitze mit dem SC Freiburg, Mainz 05 und Fürth brachten sich in Lauerstellung. Der MSV Duisburg setzte beim 4:1 gegen den TSV 1860 München seinen Vormarsch fort, und auch der 1. FC Nürnberg schnuppert dank Torschütze Christian Eigler nach dem mühsamen 1:0 gegen Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden wieder an den Aufstiegsplätzen. Im Duell der Aufsteiger feierte Rot-Weiß Oberhausen einen 3:1-Erfolg bei Rot Weiss Ahlen. Dank des späten Treffers von Emil Noll gewann der FSV Frankfurt das Kellerderby gegen den VfL Osnabrück mit 1:0. Eine Woche nach der enttäuschenden Nullnummer gegen Frankfurt erhielten die Aufstiegshoffnungen der zuvor sechs Spiele ungeschlagenen Fürther einen erneuten Dämpfer. Die SpVgg verliert sogar Platz drei, wenn der 1. FC Kaiserslautern beim FC St. Pauli gewinnen sollte. «Das war eine Lehrstunde für uns», klagte Fürths enttäuschter Trainer Benno Möhlmann, «Koblenz war uns in allen Belangen überlegen, wir haben alle Tugenden für ein gutes Spiel vermissen lassen.»
Während der hochgelobte Angriff der Franken völlig harmlos blieb, sorgte bei der klar besseren TuS der Slowene Goran Sukalo (34./35.) als zweifacher Torschütze für Furore. Der Ungar Zoltan Stieber (56.) machte Fürths Fiasko perfekt. Mit dem ersten Zweitliga-Sieg überhaupt gegen die Münchner «Löwen» setzte der MSV Duisburg seine Aufholjagd erfolgreich fort. Dorge Rostand Kouemaha (7./35./76.) mit seinem ersten Dreierpack und Cedrick Makiadi (70.) trafen für den MSV. «Wir sind auf dem richtigen Weg», sagte der seit acht Partien ungeschlagene Trainer Peter Neururer. Große Mühe bei der Wiedergutmachung für das 2:6-Debakel am vorigen Sonntag in Aachen hatte der «Club», bei dem Kapitän Andreas Wolf nach sechsmonatiger Pause sein Comeback feierte. «Die Mannschaft hat mir ein kleines Geschenk gemacht», sagte der Abwehrchef, «aber von Aufstieg zu sprechen, ist jetzt sinnlos.» In der 69. Minute erlöste Eigler die FCN-Fans unter den 27 036 Zuschauern. FCN-Trainer Michael Oenning beteiligte sich nach Spielende nicht an Diskussionen über den aus Abseitsstellung erzielten Siegtreffer: «Das Tor ist gegeben worden, auch wenn das dem Gegner nicht hilft.» |