Im Millionen-Deal mit einem Berliner Investor unternimmt Fußball-Zweitligist TSV 1860 München einen neuen Anlauf.
«Das Präsidium hat uns beauftragt, den Vertrag neu auszuarbeiten und konform zu den DFL-Statuten aufzusetzen», sagte der neue «Löwen»- Geschäftsführer Manfred Stoffers nach dem Punktspiel gegen Rot Weiss Ahlen (2:1). Mitte der kommenden Woche will der Club bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) das neue Konzept vorstellen. «In drei bis vier Wochen rechne ich mit einem Ergebnis. Aber es geht weiter mit Schwarzer. Wir wollen uns als verlässlicher Partner präsentieren», erklärte Stoffers.
Die angeblich mit sieben Millionen Euro dotierte Vereinbarung mit der Schwarzer Unternehmensgruppe war wegen Bedenken der DFL vorige Woche auf Eis gelegt worden. Die für die beiden Neuzugänge Antonio Rukavina und Nikola Gulan aus Berlin geflossenen Gelder sollen allerdings beim Verein bleiben. «Wir können uns jetzt Zeit lassen, mit viel Flexibilität und Sachverstand an das komplexe Vertragswerk heranzugehen», kündigte Stoffers an. Der frühere Deutschland-Chef von Ex-1860-Trikotsponsor «Festina» (Uhren) war vergangene Woche als Nachfolger des beurlaubten Stefan Reuter als «Sprecher der Geschäftsführung» engagiert worden.
Verständnis zeigte Stoffers für die Bedenken von Münchens Oberbürgermeister und 1860-Aufsichtsrat Christian Ude, der vor wenigen Tagen moniert hatte, dass «kein überzeugenden Grundkonzept» sichtbar sei. «Wir sind dankbar, dass wir einen kritischen Aufsichtsrat haben», betonte der Geschäftsführer.