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Neururer kommt zum MSV - Mainz bleibt vorn

München (dpa) - 16.11.2008, 22:49 Uhr

Die Spieler vom FSV Mainz 05 bejubeln einen ihrer Treffer gegen Koblenz.
Die Spieler vom FSV Mainz 05 bejubeln einen ihrer Treffer gegen Koblenz.

Mainz und Freiburg marschieren davon, Nürnberg meistert seine Krise und der MSV Duisburg hat mit Peter Neururer einen neuen Trainer. Am 13. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga hat der FSV Mainz 05 mit dem 3:0 bei TuS Koblenz die Tabellenführung vor Freiburg verteidigt.

Die Breisgauer setzten mit dem 2:1 bei Schlusslicht FSV Frankfurt den 1. FC Kaiserslautern unter Druck, der nur mit einem Sieg gegen das von Interimstrainer Juri Schlünz als Nachfolger des entlassenen Frank Pagelsdorf betreute Hansa Rostock den zweiten Platz zurückerobern kann. Von den Verfolgern hatte nur die SpVgg Greuther Fürth Grund zum Jubel. Mit dem 4:3 über den MSV Duisburg verbesserten sich die Franken auf den vierten Rang. Am Abend nach dem Spiel gab der MSV die Verpflichtung von Coach Peter Neururer als Nachfolger des vor einer Woche beurlaubten Rudi Bommer bekannt. Der 53 Jahre alte Neururer, der zuletzt beim Revier-Nachbarn VfL Bochum vom Dezember 2001 bis 2005 unter Vertrag stand, wird auf einer Pressekonferenz am 17. November offiziell vorgestellt. Dann sollen auch weitere Vertragsdetails genannt werden.

Alemannia Aachen büßte unterdessen mit dem 1:1 bei Rot Weiß Oberhausen wertvollen Boden auf die Spitze ein. Bereits zu Beginn des Spieltags hatten 1860 München (0:1 gegen Augsburg) und Rot Weiß Ahlen (2:2 in St. Pauli) den Anschluss nach oben verpasst.

Der 1. FC Nürnberg kletterte nach dem 3:0 beim FC Ingolstadt auf den neunten Platz und stimmte sich mit dem ersten Saison-Auswärtssieg erfolgreich auf das Lokalderby gegen Fürth ein. «Siege sind in unserer Situation immer das beste. Wir sind hohes Risiko gegangen und dafür belohnt worden», sagte ein erleichterter «Club»-Trainer Michael Oenning nach dem Derbysieg.

Eine Woche nach der 0:3-Heimpleite gegen Ingolstadt meldete sich Mainz im Stile einer Spitzenmannschaft zurück und stürzte die in dieser Saison erstmals zu Hause geschlagenen Koblenzer in arge Abstiegsnot. Nach dem Eigentor von TuS-Profi Matej Mavric (33. Minute) stellten Srdjan Baljak (52.) und Miroslav Karhan (56.) per Foulelfmeter den dritten Mainzer Auswärtssieg in Serie sicher. Auch Freiburg wurde gegen die seit acht Spielen sieglosen Frankfurter seiner Favoritenrolle gerecht. Aber erst Daniel Schwaab (81.) per Foulelfmeter rettete Freiburgs Sieg, nachdem Georgis Theodoridis (77./Foulelfmeter) den Sportclub-Führungstreffer durch Omer Toprak (45.) ausgeglichen hatte.


Fürth bläst wieder zum Angriff auf die Aufstiegsplätze. In der verrückten Partie konnten die Franken nach einem 1:3-Rückstand doch noch jubeln, während Aushilfscoach Heiko Scholz einen unglücklichen Einstand bei dem seit fünf Spielen sieglosen MSV feierte. «Das war nichts für schwache Nerven. So ein Spiel darf man nicht mehr aus der Hand geben», sagte der Interimstrainer, der nun von Peter Neururer abgelöst wird. «Wir haben zum Schluss alles riskiert, das war einfach cool», meinte Sami Allagui.

Der Torjäger hatte die SpVgg mit seinem elften Saisontor in Führung gebracht. Dann zog der MSV durch Cedrick Makiadi und zwei Treffer von Olcay Sahan davon. Aber Ivo Ilicevic, Aleksandar Kotuljak und Bernd Nehrig mit einem umstrittenen Handelfmeter sorgten für Fürths Happyend. «In den letzten 25 Minuten haben wir unsere Qualitäten beeindruckend gezeigt», stellte Fürths Trainer Benno Möhlmann zufrieden fest.

Mit einer überzeugenden Leistung im zweiten Durchgang beendete der «Club» seine sportliche Krise. Nach dem unglücklichen Eigentor des Ingolstädters Markus Karl (41.) machten Isaac Boakye (88.) und Marco Engelhardt in der Nachspielzeit alles klar. Neben Ingolstadt musste auch Aachen nach zwei Siegen in Serie wieder einen Dämpfer einstecken. Nach der RWO-Führung durch Markus Kaya (30.) rettete Patrick Milchraum (88.) Aachen vor der zweiten Auswärtspleite.

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