Bereits am Freitag hatte der 1. FC Nürnberg mit dem 2:0 gegen den SC Freiburg seine Talfahrt von zuletzt sechs Spielen ohne Sieg gestoppt. Heimsiege feierten auch der zu Hause seit dreieinhalb Jahren ungeschlagene VfL Osnabrück (2:1 gegen Oberhausen) und der 1. FC Kaiserslautern, der mit dem 4:1 gegen Rot Weiß Ahlen an die Tabellenspitze stürmte. Zwei Wochen nach ihren empfindlichen Auswärtspleiten in Ingolstadt (2:4) und Freiburg (0:2) kehrten Rostock und Duisburg in die Erfolgsspur zurück. Im Ostseestadion machten der Brasilianer Orestes, Enrico Kern (beide 2), Kevin Schindler, Fin Bartels, Benjamin Lense, Robert Lechleiter und Andreas Richter (Eigentor) das Fiasko der auswärts weiterhin sieglosen Koblenzer perfekt. «Unfassbar. Ich bin seit 1991 Trainer, aber so eine Schlappe habe ich noch nicht erlebt», stellte TuS-Trainer Uwe Rappolder deprimiert fest. Der bisher höchste Sieg im deutschen Profifußball liegt über acht Jahre zurück: Am 16. März 2000 besiegte Bayer Leverkusen den SSV Ulm mit 9:1. Tore am Fließband fielen auch in Duisburg. Sandro Wagner (2), Dorge Rostand Kouemaha, Mihai Tararache (Foulelfmeter) und Kapitän Ivica Grlic (2) erteilten Aufsteiger Ingolstadt eine bittere Lektion. «Wir haben katastrophale Abwehrfehler gemacht», ärgerte sich FC-Coach Thorsten Fink. Den Münchner «Löwen» gelang nach zwei 0:3-Pleiten in den vergangenen Jahren die erhoffte Revanche im bayrisch-fränkischen Derby. Nach Fürths schneller Führung durch Thorsten Burghardt (3. Minute) drehten Timo Gebhart (56.) und Benjamin Lauth (61./64.) die Partie und schossen 1860 zum zweiten Heimsieg. Den heiß ersehnten Befreiungsschlag landete der SV Wehen. Sanibal Orahovac, Ronny König und Benjamin Siegert sorgten für den schmeichelhaften Sieg. In Augsburg gelang Thurk in der dritten Minute der Nachspielzeit der erlösende Siegtreffer des FCA, der zuvor fünf Niederlage nacheinander kassiert hatte.
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