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Gladbach nur 2:2 - Freiburg hofft nach Sieg

München (dpa) - 28.04.2008, 22:23 Uhr

Der Fürther Martin Lanig (r) zieht ab und trifft zum 0:1 für Fürth.
Der Fürther Martin Lanig (r) zieht ab und trifft zum 0:1 für Fürth.

Borussia Mönchengladbach spannt die 2. Fußball-Bundesliga auf die Folter. Am 30. Spieltag der verpasste der Spitzenreiter beim 2:2 gegen den TSV 1860 München eine Vorentscheidung im Aufstiegsrennen. Der SC Freiburg darf nach dem 3:2 (1:1) gegen Greuther Fürth weiter hoffen.

Die Gladbacher konnten aber dennoch mit 57 Punkten die Tabellenführung vor 1899 Hoffenheim (53) und dem FSV Mainz 05 (52) behaupteten. Dank des Hattricks von Demba Ba feierte Hoffenheim beim 5:0- Torefestival über den FC Carl Zeiss Jena den höchsten Saisonsieg. «Das war Traumfußball in der ersten Halbzeit», schwärmte 1899-Trainer Ralf Rangnick. «Jetzt können wir schon ein wenig von der ersten Liga träumen», sagte Hoffenheims dreifacher Torschütze.

Freiburg darf wieder von der Bundesliga träumen - nicht mehr jedoch die SpVgg Greuther Fürth. Vor nur 12 400 Zuschauern brachte den Gästen ihr erstes Montagsspiel in dieser Saison kein Glück: Vor nur 12 400 Zuschauern trafen Heiko Butscher (17. Minute) und Jonathan Pitroipa (72./90.) für den Sportclub, der künftige Stuttgarter Martin Lanig (3.) und Alexander Kotuljac (62.) für Fürth. Nach dem elften Erfolg im Badenova-Stadion liegt der Freiburg jetzt drei Punkte hinter den Aufstiegsplätzen zurück.

«Wir haben aufgrund der Willensleistung verdient gewonnen. Ich glaube, im Laufe des Spiels haben wir mehr entscheidende Zweikämpfe im Mittelfeld gewonnen. Am Schluss waren wir cool», sagte SC-Trainer Robin Dutt. Torschütze Butscher erklärte: «Das wir das noch drehen, hätte ich nicht gedacht. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl.» Gäste-Coach Bruno Labbadia war dagegen tief enttäuscht. «Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft. Die Tore sind aus dem Nichts gefallen, sie sind nicht herausgespielt worden. Das ist sehr, sehr schade», befand der Fürther Trainer.

Mainz warf mit dem 2:1 beim VfL Osnabrück den 1. FC Köln aus den Aufstiegsplätzen und nahm mit dem zweiten Auswärtssieg in der Rückrunde wieder Kurs auf die Bundesliga. «Der Aufstieg ist mein absoluter Herzenswunsch. Das wäre großartig», meinte FSV-Coach Jürgen Klopp. Dahinter folgt Köln, das in Aue nur 3:3 spielte.


Vor 51 000 Zuschauern im Borussen-Park war Nationalspieler Oliver Neuville mit seinen Saisontoren 12 und 13 der «Mann des Tages». Per Freistoß brachte er Gladbach nach 18 Minuten in Front, und drei Minuten nach Wiederanpfiff bewahrte er mit einem Foulelfmeter sein Team vor der zweiten Heimniederlage in der Rückrunde. «Aber der eine Punkt ist zu wenig», meinte Neuville. Die «Löwen» hatten durch die Torjäger Antonio di Salvo (24.) und Berkant Göktan (45.+1) geführt.

Torjäger Ba führte Hoffenheim nach zuletzt zwei Niederlagen in die Erfolgsspur zurück. Der Nationalspieler aus dem Senegal landete in der ersten Halbzeit einen lupenreinen Hattrick, Sejad Salihovic und Chinedu Obasi erzielten die restlichen Treffer. Für die chancenlosen Thüringer dürfte nach der 16. Saisonpleite der Abstieg so gut wie besiegelt sein. «So haben wir in der zweiten Liga nichts zu suchen», sagte Jenas Thorsten Ziegler.

Mit dem ersten Auswärtssieg seit mehr als zwei Monaten meldete sich Mainz auf den Aufstiegsplätzen zurück. Neven Subotic (38.) und Felix Borja (45.+1) mit seinem 14. Saisontreffer waren für das Klopp- Team erfolgreich. Die Osnabrücker, die nach zuletzt zwei Heimsiegen wieder ein Rückschlag im Kampf um den Klassenverbleib erlitten, waren durch Thomas Cichon (36./Foulelfmeter) in Führung gegangen.

Im Tabellenkeller verpasste Kickers Offenbach mit dem 1:2 beim SV Wehen Wiesbaden den Sprung ans rettende Ufer. Aristide Bancé (30.) brachte die auswärts seit dem ersten Spieltag sieglosen Hessen in Front, ehe Hajrudin Catic (63.) und Valentine Atem (79.) Wehens ersten Sieg nach zuletzt drei Niederlagen perfekt machten. Der FC Augsburg bejubelte beim Debüt von Trainer Holger Fach den erhofften Befreiungsschlag. Patrick Mölzl (69.) traf beim 1:0 gegen St. Pauli.

Bei der TuS Koblenz liegen angesichts des Abzugs von acht Punkten zum Saisonende die Nerven blank, doch von Aufgabe ist am Rhein keine Rede. «Wir gewinnen einfach unsere beiden Heimspiele und ich bin mir sicher, dass auch auswärts noch was drin ist. Koblenz spielt auch nächste Saison in der 2. Bundesliga», sagte Verteidiger Du-Ri Cha nach dem 2:3 am Freitag in Paderborn. Nutznießer des Koblenz-Urteils könnte der 1. FC Kaiserslautern sein, der nach dem 2:1 gegen Aachen wieder an den Nicht-Abstiegsplätzen schnuppert.

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