Gladbach nur 2:2 - Tore-Gala in Hoffenheim
München (dpa) - 27.04.2008, 16:30 Uhr
Demba Ba (r) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit Obasi (l) an einer Eckfahne.
Borussia Mönchengladbach spannt seine Fans auf die Folter. Am 30. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga verpasste der Spitzenreiter beim 2:2 am Sonntag gegen den TSV 1860 München eine Vorentscheidung im Aufstiegsrennen. Die Gladbacher konnten aber dennoch mit 57 Punkten die Tabellenführung vor 1899 Hoffenheim (53) und dem FSV Mainz 05 (52) behaupteten. Dank des Hattricks von Demba Ba feierte Hoffenheim beim 5:0- Torefestival über den FC Carl Zeiss Jena den höchsten Saisonsieg. «Das war Traumfußball in der ersten Halbzeit», schwärmte 1899-Trainer Ralf Rangnick. «Jetzt können wir schon ein wenig von der ersten Liga träumen», sagte Hoffenheims dreifacher Torschütze. Mainz warf mit dem 2:1 beim VfL Osnabrück den 1. FC Köln aus den Aufstiegsplätzen und nahm mit dem zweiten Auswärtssieg in der Rückrunde wieder Kurs auf die Bundesliga. «Der Aufstieg ist mein absoluter Herzenswunsch. Das wäre großartig», meinte FSV-Coach Jürgen Klopp. Hinter Köln, das am Freitag in Aue nur 3:3 spielte, liegen die SpVgg Greuther Fürth und der SC Freiburg in Lauerstellung. Für den Verlierer des Verfolgerderbys an diesem Montag im Breisgau dürfte der Zug in Richtung Bundesliga abgefahren sein.
Vor 51 000 Zuschauern im Borussen-Park war Nationalspieler Oliver Neuville mit seinen Saisontoren 12 und 13 der «Mann des Tages». Per Freistoß brachte er Gladbach nach 18 Minuten in Front, und drei Minuten nach Wiederanpfiff bewahrte er mit einem Foulelfmeter sein Team vor der zweiten Heimniederlage in der Rückrunde. «Aber der eine Punkt ist zu wenig», meinte Neuville. Die «Löwen» hatten durch die Torjäger Antonio di Salvo (24.) und Berkant Göktan (45.+1) geführt. Torjäger Ba führte Hoffenheim nach zuletzt zwei Niederlagen in die Erfolgsspur zurück. Der Nationalspieler aus dem Senegal landete in der ersten Halbzeit einen lupenreinen Hattrick, Sejad Salihovic und Chinedu Obasi erzielten die restlichen Treffer. Für die chancenlosen Thüringer dürfte nach der 16. Saisonpleite der Abstieg so gut wie besiegelt sein. «So haben wir in der zweiten Liga nichts zu suchen», sagte Jenas Thorsten Ziegler. |