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Rapolder hält Arminia auf Bundesligakurs

Bielefeld (dpa) - 20.04.2004, 12:43 Uhr

Isaac Boakye (l)
Isaac Boakye (l) "verfolgt" Jesus Sinisterra nach seinem Treffer zum 3:0.

Nach der Galavorstellung im Spitzenspiel und einer beachtlichen Erfolgsserie reifen beim Zweitligisten Arminia Bielefeld die Aufstiegsträume. «Wenn wir weiter so auftreten, können wir das packen», sagte der neue Trainer Uwe Rapolder.

Unter Rapolders Regie sind die Ostwestfalen mit sechs Siegen in sieben Spielen und fünf Punkten Vorsprung auf Platz drei plötzlich zu einem heißen Bundesliga-Kandidaten geworden. «Ich hatte das Glück, eine absolut unterbewerte Aktie übernommen zu haben», meinte der 45 Jahre alte Coach, der dem sportlich bereits abgeschlagenen Team wieder Leben eingehaucht hat.

Fünf Runden vor Saisonschluss haben die seit zehn Spielen unbesiegten Bielefelder mit dem 3:0 Erfolg gegen den unmittelbaren Konkurrenten Alemannia Aachen einen Meilenstein gesetzt. Der Sprung in die höchste Klasse würde die Finanzsorgen des Clubs, der zwischenzeitlich sogar die Spielergehälter nicht pünktlich zahlen konnte, erheblich mindern. Dem insgesamt siebten Aufstieg sollte dann aber nicht wie so häufig in der Vergangenheit gleich wieder der Gang zurück folgen. «Das kann doch nur unser aller Ziel sein, mit Glück und guter Arbeit ein paar Jahre in der Bundesliga zu bleiben, vielleicht so wie der SC Freiburg», sagte Bielefelds Finanzchef Roland Kentsch.

Die positive Wende bei der Arminia hat der neue Coach herbeigeführt. «Wir haben mit dem Trainerwechsel eine gewisse Hoffnung verbunden, dass die mentale Blockade in der Mannschaft gelöst werden kann», meinte Kentsch. «Der Erfolg ist ein Verdienst des Trainers. Er hat das System umgestellt und die Mannschaft gut eingestellt», sagt auch Arminen-Profi Detlev Dammeier. «Das soll nicht heißen, dass wir unter Benno Möhlmann schlecht gespielt haben, aber eben nicht so erfolgreich.»

Die Fans feierten neben Coach Rapolder vor allem ihren Torjäger Isaac Boakye, der mit zwei Treffern den Grundstein zum Sieg legte. «Das war ein großer Schritt für uns», sagte der Ghanaer. Mit seinem ersten Zweitligator rundete Jesus Sinisterra eine gelungene Vorstellung der Bielefelder ab.

Die enttäuschenden Aachener, die auf den fünften Rang zurückfielen, sind trotz ihrer eklatanten Auswärtsschwäche noch nicht aus dem Rennen um den Aufstieg. «Wir haben katastrophale Fehler gemacht. Heute ging einfach alles schief», meinte Alemannias Trainer Jörg Berger, der den Aufstieg aber noch nicht abgeschrieben hat. «Ich habe schon so viel erlebt im Fußball. Vielleicht fällt die Entscheidung erst am letzten Spieltag.»


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