Gladbach will nachlegen - Lautern in Not
München (dpa) - 13.12.2007, 12:16 Uhr
Jürgen Klopp kann zufrieden sein: Sein Team ist seit acht Spielen ungeschlagen.
Die erste große Hürde wurde nach zähem Start souverän genommen, mit drei weiteren Punkten will Borussia Mönchengladbach nach dem vorzeitigen Gewinn der Herbstmeisterschaft die Bescherung erst richtig perfekt machen. «Wir haben noch nichts erreicht», sagte Gladbachs Trainer Jos Luhukay vor dem Hinrundenfinale in der 2. Fußball-Bundesliga gegen Schlusslicht SC Paderborn. Mit einem Sieg könnten die Gladbacher dem Fernziel direkte Bundesliga-Rückkehr ein weiteres Stück näher kommen und gelassen ins Neue Jahr blicken. «Dann können wir Weihnachten genießen», weiß Luhukay. Die meisten Tore, die beste Auswärtsbilanz und seit 13 Spielen ungeschlagen: Spätestens seit dem 3:1-Erfolg im Spitzenspiel beim SC Freiburg ist Gladbach wieder in Vorfreude auf die Bundesliga. «Die Mannschaft hat die Fähigkeit, in den schwierigen Spielen richtig dagegen zu halten», erklärt Sportdirektor Christian Ziege das Erfolgsrezept. «Es ist ein großer Zusammenhalt da. Einer ist für den anderen da.»
Wie Gladbach ist auch Bundesliga-Absteiger FSV Mainz 05 auf Aufstiegskurs: Seit acht Spielen ist die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ungeschlagen und soll beim FC St. Pauli weiter punkten. Freiburg hat den Anschluss an Spitzenreiter Gladbach erst einmal verloren, doch auch nach vier Spielen ohne Sieg bleibt Trainer Robin Dutt zuversichtlich: «Gewinnen wir, haben wir eine sehr gute Vorrunde gespielt. Wenn nicht, war sie gut», sagte er vor der Partie bei Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden. Davon kann der 1. FC Kaiserslautern nach der 2:3-Heimpleite im Kellerduell gegen den FC Carl Zeiss Jena nur träumen. Gleich drei Profis hat Trainer Kjetil Rekdal vor dem schweren Auswärtsgang beim 1. FC Köln aus dem Kader gestrichen, doch in der Domstadt dürfte es vor allem um seinen Job gehen. «Die Tabelle lügt nicht», erklärte Vorstandssprecher Hans-Artur Bauckhage die angespannte Lage beim Abstiegskandidaten. Doch auch Köln ist unter Druck: «Das ist ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen müssen, um unser Ziel von 30 Punkten zu erreichen», sagte Sportmanager Michael Meier. Den Anschluss an die Spitzenplätze wollen am 17. Spieltag die SpVgg Greuther Fürth im Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim und der TSV 1860 München daheim gegen Erzgebirge Aue halten. Angst vor dem Abgrund hat Bundesliga-Absteiger Alemannia Aachen: Nur vier Punkte sind es vor der Partie beim TuS Koblenz bis zu einem Abstiegsplatz. Der Nachfolger von Trainer Guido Buchwald soll spätestens am 2. Januar sein Amt antreten. Abstiegskampf pur gibt es bei den Partien Kickers Offenbach gegen den VfL Osnabrück und Jena gegen den FC Augsburg.
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