Gladbach und der in die Kritik geratene Trainer Jos Lukukay gehen wieder ruhigeren Zeiten entgegen. Mit seinen beiden ersten Saisontoren ließ Neuville (11./25.) das Krisengerede vorerst verstummen. «Das ist für mich und die Mannschaft sehr gut», meinte der Nationalstürmer, der erstmals in der Starelf stand. Dem VfL gelang nur der Anschlusstreffer durch Alexander Nouri (77.). In Fürth war Stefan Reisinger, der in der Nachspielzeit das 2:1 der Franken erzielte, der Matchwinner. «Als Stürmer muss man bis zum Schluss auf seine Chance hoffen», sagte der Torschütze. Paulis Torhüter Patrick Borger war nach der zweiten Niederlage des Kultclubs verärgert: «Das Tor muss ich auf meine Kappe nehmen. Manchmal ist man der Arsch.» Mit dem ersten Auswärtssieg untermauerte Mainz seine Aufstiegsambitionen. In der 77. Minute gelang Daniel Gunkel per Freistoß das Siegtor für den FSV, der nach Jenas Ausgleich durch Darlington Omodiagbe (54.) in Bedrängnis geraten war. Der starke Markus Feulner (17.) hatte Mainz in Führung gebracht. «Wichtig war, dass wir nach dem 1:1 zurückgekommen sind», meinte 05-Trainer Jürgen Klopp nach dem ersten Mainzer Sieg in Jena. Die Münchner «Löwen» haben das 1:1 im Spitzenspiel gegen Köln teuer bezahlen müssen. Torhüter Philipp Tschauner zog sich eine schwere Kreuzbandverletzung im linken Knie zu und fällt voraussichtlich für den Rest der Hinrunde aus. Auch Nicolas Ledgerwood wird wohl erst wieder im neuen Jahr spielen können. Der Defensivspieler brach sich im Regionalligaspiel gegen Oggersheim das linke Sprunggelenk. Dem 1. FC Köln droht derweil neuer Ärger mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB). Eine unbedachte Äußerung von Co-Trainer Roland Koch, der nach der Partie in einem TV- Interview eine verbotene «kurze Verbindung» mit seinem für zwei Spiele gesperrten Chef Christoph Daum in der Halbzeitpause eingeräumt hatte, hat den Verband erneut auf den Plan gerufen. Es gibt neue Ermittlungen des DFB - Daum und Koch drohen weitere Strafen. Der Vorsitzende des DFB- Kontrollausschusses, Horst Hilpert, hat von Koch bis zum 3. September eine schriftliche Stellungnahme gefordert.
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