Daum nur Zaungast - Gladbach und FCK unter Druck
München (dpa) - 30.08.2007, 12:44 Uhr
Der Mönchengladbacher Trainer Jos Luhukay steht unter Erfolgsdruck.
Die tadellosen «Löwen» bitten zum Spitzenspiel, doch auf der großen Bühne der Allianz Arena bleibt Christoph Daum nach seiner Schiedsrichter-Schelte nur die Rolle des Zaungastes. «Ich kann meinen Beruf 30 Minuten vor und nach dem Spiel nicht ausüben», erklärt der Trainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Köln sein «Berufsverbot» in der Partie beim ungeschlagenen Tabellenführer TSV 1860 München. Weit entfernt vom Geschehen an der Spitze sind die vermeintlichen Aufstiegsanwärter Borussia Mönchengladbach und 1. FC Kaiserslautern: Die Traditionsclubs stehen nach ihren Fehlstarts schon am 4. Spieltag mächtig unter Druck. Drei Siege und satte 12:3 Tore: Nach seinem Saisonauftakt nach Maß ist der TSV 1860 wieder mächtig angesagt. «Wir hoffen, dass ganz, ganz viele kommen», setzt Trainer Marco Kurz für die Partie am Freitag gegen die «Geißböcke» auf die Euphorie der «Löwen»-Fans. «Wir wollen mit Leidenschaft die Zuschauer auf unsere Seite bringen.» Nur von der Tribüne aus wegen seiner zwei Spiele Innenraum-Sperre darf Kölns Trainer Daum seine Spieler antreiben, auf der Bank nimmt Co- Trainer Roland Koch Platz.
Katzenjammer herrscht bei Absteiger Gladbach: Nach nur zwei Punkten aus drei Spielen soll daheim gegen Aufsteiger VfL Osnabrück unbedingt der erste Saisonsieg her. «Wir werden gegen Osnabrück um unser Leben laufen», kündigte Sascha Rösler an. Dass eine weitere Pleite auch ihm zum Nachteil gereichen könnte, weiß Coach Jos Luhukay: «Ein Trainer, der abgestiegen ist, steht von Anfang an unter Druck.» Auf einem Abstiegsplatz steht Lautern nach nur einem Punkt aus drei Partien, Trainer Kjetil Rekdal räumt vor dem Derby bei TuS Koblenz ein: «Die Situation ist schwierig.» Über einen gelungenen Saisonstart darf sich Absteiger Alemannia Aachen freuen. Der Tabellen-Zweite will seinen Erfolgskurs beim daheim noch sieglosen Neuling SV Wehen Wiesbaden fortsetzen und erneut drei wichtige Punkte für das Ziel Aufstieg einfahren. Den ersten Auswärtssieg erhofft Mainz 05 beim noch sieglosen FC Carl Zeiss Jena. Sattes Selbstvertrauen hat der Dritte Greuther Fürth, der Aufsteiger FC St. Pauli empfängt. «Wir brauchen kein Understatement zu betreiben und müssen uns auch nicht kleiner machen», sieht Trainer Bruno Labbadia den gelungenen Start nicht als Überraschung an. Der Siegeszug von Kickers Offenbach wurde beim 0:4 in Aachen gestoppt, doch Coach Wolfgang Frank macht seinem Team vor dem Spiel gegen den FC Augsburg Mut. «Wenn wir das jetzt vernünftig regeln, haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht.» Den zweiten Heimsieg will der SC Freiburg gegen 1899 Hoffenheim einfahren, auf den ersten Sieg hofft der SC Paderborn gegen Erzgebirge Aue.
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