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Freiburg 1:1 in Augsburg - «Löwen» weiter makellos

München (dpa) - 27.08.2007, 22:14 Uhr

Der Augsburger Benjamin Kern (r) und Freiburgs Daniel Schwaab im Zweikampf.
Der Augsburger Benjamin Kern (r) und Freiburgs Daniel Schwaab im Zweikampf.

Die makellosen «Löwen» thronen an der Spitze, doch die Aufstiegsfavoriten Alemannia Aachen und Mainz 05 nehmen beim Unternehmen direkte Bundesliga-Rückkehr mächtig Fahrt auf. Nicht recht auf Touren kommt hingegen der ebenfalls hoch gehandelte SC Freiburg.

Mit dem 3:0 bei Aufsteiger 1899 Hoffenheim bleibt TSV 1860 München auch nach dem 3. Spieltag im Fußball-Unterhaus als einzige Mannschaft ohne jeden Punktverlust. Erster Verfolger ist nun Aachen, das Kickers Offenbach mit 4:0 bezwang. Seine Aufstiegsambitionen hatte schon Mainz unterstrichen, das Borussia Mönchengladbach mit 4:1 abfertigte. Zum Abschluss des Spieltags musste sich Freiburg beim zuvor noch punktlosen FC Augsburg mit einem glücklichen 1:1 zufrieden geben und liegt damit schon fünf Punkte hinter dem Spitzenreiter aus München.

Die Augsburger Mannschaft von Trainer Rainer Hörgl feierte mit dem Remis vor 15 280 Zuschauern im Rosenaustaditon immerhin ihren ersten Punktgewinn in dieser Saison. Trotz des Teilerfolgs bleiben die Schwaben weiterhin Tabellenletzter, während Freiburg den Sprung ins obere Tabellendrittel verpasste. Im Anschluss an die Feierlichkeiten zum 100. Vereinsjubiläum hatten die Augsburger auf dem Fußballplatz keinen Grund zu großem Jubel. Fünf Minuten vor Spielende gelang Heiko Butscher per Kopfball für die dezimierten Freiburger, die acht Minuten vor Spielende Abwehrspieler Pavel Krmas mit Gelb-Rot verloren. Der tschechische Neuzugang Vaclav Drobny (29.) mit seinem ersten Tor für den FCA hatte die in der ersten Halbzeit spielerische überzeugenden Gastgeber in Führung gebracht. Den Freiburgern fehlten bei ihrem glücklichen Punktgewinn die Präzision im Zuspiel und Durchschlagskraft im Angriff.

Auch ohne seinen an Rückenproblemen leidenden Routinier Daniel Bierofka behielten die «Löwen» beim Aufsteiger aus Hoffenheim ihre reine Weste. Nach durchwachsenem Start nutzte Antonio di Salvo (33.) ein Geschenk der Hausherren und schob zu seinem vierten Saisontor ein. Nur wenig später stellte Fabian Johnson (38.) die Weichen endgültig auf Sieg. Danny Schwarz (90.+2) sorgte für den Endstand. «Wir haben eine gute Mischung aus Jung und Alt», verriet di Salvo das Geheimrezept der Münchner, die nun gegen den 1. FC Köln auf ein volles Haus hoffen. «Wir freuen uns, dass wie jetzt zuhause spielen vor sicherlich ganz, ganz vielen Fans», sagte di Salvo.

Absteiger Aachen fuhr gegen Offenbach den zweiten Sieg in Folge ein, doch die Mannschaft von Trainer Guido Buchwald tat sich gegen die mit zwei Siegen gestarteten Gäste lange schwer. Erst mit der Gelb-Roten Karte gegen Seat Türker (71.) war der Bann gebrochen, Todor Kolew (77./89.), Matthias Lehmann (80.) und Patrick Milchraum (90.) sorgten für den klaren Erfolg. «Der Sieg ist viel zu hoch ausgefallen», gestand Trainer Buchwald.


Bundesliga-Absteiger Gladbach bleibt auch im Unterhaus ein Kellerkind: Nach dem 1:4 in Mainz rangiert das Team vom Niederrhein bei nur zwei mageren Punkten. «Wir haben alles vermissen lassen, was zum Fußballspiel gehört», war Sportdirektor Christian Ziege bedient. Erleichtert war Jürgen Klopp. «Die Mannschaft ist dabei, ihr Gesicht zu finden», sagte der Mainzer Trainer. «Wir müssen erst noch herausfinden, wie gut wir eigentlich sind.»

Einen Fehlstart muss der 1. FC Kaiserslautern verbuchen: Die Pfälzer verloren gegen Greuther Fürth mit 0:1, Stefan Maierhofer traf per Foulelfmeter (39.). Mit einer Niederlage startete Christian Hock bei Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden nach der Entmachtung von Coach Djuradj Vasic seine Trainer-Karriere im Unterhaus. Jiri Kaufman (81./83.) und Tom Geißler (86.) machten beim 3:0 für Erzgebirge Aue den ersten Saisonsieg perfekt.

Eine Woche nach dem Auswärtsdreier in Jena war für Neuling FC St. Pauli erneut Party angesagt: Die Hanseaten machten mit dem 1:0 gegen TuS Koblenz den ersten Heimsieg perfekt. Filip Trojan (56.) war per Kopf Schütze des einzigen Treffers. Nur mit einer Energieleistung verhinderte Aufstiegsanwärter Köln eine erneute Pleite und bezwang den FC Carl Zeiss Jena mit 4:3 (1:2). «Das ist die neue FC-Moral», sagte Trainer Christoph Daum. «Die Spieler haben unglaublich viele Fehler gemacht, sich aber nie aufgegeben.» Der VfL Osnabrück kam gegen den SC Paderborn nicht über ein torloses Remis hinaus.

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