«Löwen» weiter makellos - Aachen und Mainz siegen
München (dpa) - 26.08.2007, 16:22 Uhr
Aachens Matthias Lehmann bejubelt seinen Treffer zum 2:0 gegen Offenbach.
Die makellosen «Löwen» thronen an der Spitze, doch die Aufstiegsfavoriten Alemannia Aachen und Mainz 05 nehmen beim Unternehmen direkte Bundesliga-Rückkehr mächtig Fahrt auf. Mit dem 3:0 bei Aufsteiger 1899 Hoffenheim bleibt TSV 1860 München auch nach dem 3. Spieltag im Fußball-Unterhaus als einzige Mannschaft ohne jeden Punktverlust. Erster Verfolger ist nun Aachen, das Kickers Offenbach mit 4:0 bezwang. Seine Aufstiegsambitionen hatte schon Mainz unterstrichen, das Borussia Mönchengladbach mit 4:1 abfertigte. Auch ohne seinen an Rückenproblemen leidenden Routinier Daniel Bierofka behielten die «Löwen» beim Aufsteiger ihre reine Weste. Nach durchwachsenem Start nutzte Antonio di Salvo (33.) ein Geschenk der Hausherren und schob zu seinem vierten Saisontor ein. Nur wenig später stellte Fabian Johnson (38.) die Weichen endgültig auf Sieg. Danny Schwarz (90.+2) sorgte für den Endstand. «Wir haben eine gute Mischung aus Jung und Alt», verriet di Salvo das Geheimrezept der Münchner, die nun gegen den 1. FC Köln auf ein volles Haus hoffen. «Wir freuen uns, dass wie jetzt zuhause spielen vor sicherlich ganz, ganz vielen Fans», sagte di Salvo.
Absteiger Aachen fuhr gegen Offenbach den zweiten Sieg in Folge ein, doch die Mannschaft von Trainer Guido Buchwald tat sich gegen die mit zwei Siegen gestarteten Gäste lange schwer. Erst mit der Gelb-Roten Karte gegen Seat Türker (71.) war der Bann gebrochen, Todor Kolew (77./89.), Matthias Lehmann (80.) und Patrick Milchraum (90.) sorgten für den klaren Erfolg. «Der Sieg ist viel zu hoch ausgefallen», gestand Trainer Buchwald. Zum Abschluss des Spieltages muss der SC Freiburg bei Schlusslicht FC Augsburg antreten. Bundesliga-Absteiger Gladbach bleibt auch im Unterhaus ein Kellerkind: Nach dem 1:4 in Mainz rangiert das Team vom Niederrhein bei nur zwei mageren Punkten. «Wir haben alles vermissen lassen, was zum Fußballspiel gehört», war Sportdirektor Christian Ziege bedient. Erleichtert war Jürgen Klopp. «Die Mannschaft ist dabei, ihr Gesicht zu finden», sagte der Mainzer Trainer. «Wir müssen erst noch herausfinden, wie gut wir eigentlich sind.» |