Rund 500 Fans haben Trainer Robin Dutt bei seinem ersten offiziellen Auftritt beim Fußball-Zweitligisten SC Freiburg einen herzlichen Empfang bereitet. Damit verlief der Trainingsauftakt unter dem Nachfolger des langjährigen Kulttrainers Volker Finke völlig problemlos.
«Ich freue mich enorm auf die Aufgabe beim SC. Und es tut gut, wenn man von den Zuschauern mit warmem Applaus begrüßt wird», sagte Dutt bei seiner ersten Pressekonferenz als SC-Coach. «Es ist ein ganz spezieller Trainerwechsel, das ist mir natürlich klar. Ich werde kritisch beäugt werden.» Doch damit könne er umgehen. Er wolle «mit guter Arbeit überzeugen».
Dutt betonte, dass kein Anlass bestehe, beim Sportclub alles über den Haufen zu werfen. Die «vielen guten Dinge aus 16 Jahren, in denen eine Ära geprägt worden ist», gelte es zu erhalten. Neues solle mit Bedacht eingeführt werden, versicherte der 42-Jährige, an die Arbeit seines Vorgängers anzuknüpfen. «Veränderungen würden wir mit dem, was bisher war, sensibel in Einklang bringen», versprach er. Zu den Hin und Her um Finkes Aus beim SC wollte sich Dutt nicht äußern: «Ich habe mich aus allen Diskussionen herausgehalten und werde das so beibehalten», sagte Dutt, der zuletzt die Stuttgarter Kickers in der Regionalliga Süd auf Platz vier geführt hatte.
Die Querelen der zurückliegenden Monate haben sich offenbar nicht negativ ausgewirkt. Dass allerdings so viele Fans wie seit Jahren nicht mehr zum Trainingsauftakt strömten, war möglicherweise der Rückkehr des 28 Jahre alten Mittelfeldspielers Ali Günes geschuldet. Der aus der SC-Jugend stammende Türke wechselte von Besiktas Istanbul ablösefrei zu den Breisgauern.