KSC vor letzter Hürde - Finke hat gutes Gefühl
München (dpa) - 19.04.2007, 11:57 Uhr
Volker Finke hofft auf eine Fortsetzung der Freiburger Erfolgsserie.
Klassenprimus Karlsruher SC steht vor der letzten großen Hürde auf dem Weg in die Bundesliga, doch hinter dem Spitzenreiter wird der Kampf um die Aufstiegsplätze immer enger. «Karlsruhe packt es. Dahinter ist es offen», setzt Trainer Volker Finke vom SC Freiburg im «kicker» vor allem die vor seiner Mannschaft platzierten Teams von Hansa Rostock und des MSV Duisburg unter Druck. Duisburg, Freiburg und die Verfolger SpVgg Greuther Fürth und 1. FC Kaiserslautern haben am 30. Zweitliga-Spieltag eher leichte Heimaufgaben. Dagegen muss Rostock im Spitzenspiel gegen den KSC unbedingt gewinnen, um seinen Vorsprung nicht weiter einzubüßen. 32 von 36 möglichen Punkten hat Finkes Mannschaft der Stunde in der Rückrunde geholt, auch der Auswärtsgang beim 1. FC Köln wurde zuletzt bravourös bewältigt. Daheim gegen den Abstiegskandidaten FC Carl Zeiss Jena soll der fünfte Sieg in Serie eingefahren werden. Noch-Trainer Finke stimmt sich schon auf den Aufstieg ein: «Ich habe ein gutes Gefühl, wir können es aber nicht aus eigener Kraft schaffen.» Der Tabellendritte Duisburg setzt gegen Schlusslicht Eintracht Braunschweig auf den vierten Sieg in Folge, für die Gäste wäre bei einer weiteren Niederlage der Absturz in die Drittklassigkeit wohl endgültig perfekt.
Ohne seinen gesperrten Kapitän Stefan Beinlich (10. gelbe Karte) muss Rostock im Spitzenspiel gegen den KSC auskommen. «Natürlich fehlt uns der Leitwolf im Team», sagt Rostocks erfolgreichster Torschütze Enrico Kern. «Das Duell Zweiter gegen Erster muss eigentlich jeden Spieler bis in die Haarspitzen motivieren.» Die Gäste aus Baden erreichten am vergangenen Spieltag die magische Grenze von 60 Punkten, bei fünf ausstehenden Partien und neun Punkten Vorsprung auf den Vierten Freiburg scheint der Aufstieg nur noch eine Formsache zu sein. Nach dem jüngsten Rückschlag in Lautern will Fürth seine Minimalchance auf den Aufstieg mit drei Punkten im Heimspiel gegen den SC Paderborn wahren. Gleiches gilt für die Pfälzer, die daheim Kickers Offenbach erwarten. Den 30. Spieltag läuten zudem die gestürzten Favoriten TSV 1860 München und Köln sowie Erzgebirge Aue und Rot-Weiss Essen ein. Abstiegskampf pur steht bei der Partie SpVgg Unterhaching gegen TuS Koblenz an. Unterhachings Trainer Werner Lorant hofft auf den zweiten Heimsieg unter seiner Regie, durch den die Oberbayern die Abstiegsränge wieder verlassen könnten. Auf einen Heimdreier gegen den drohenden Absturz in die Regionalliga setzt auch Wacker Burghausen, das im bayerischen Derby den besten Aufsteiger FC Augsburg empfängt.
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