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Trainer Reimann geht - Chaos in Braunschweig

Braunschweig (dpa) - 19.03.2007, 14:10 Uhr

Willi Reimann wird die Braunschweiger Löwen zum Saisonende verlassen.
Willi Reimann wird die Braunschweiger Löwen zum Saisonende verlassen.

Zweitliga-Schlusslicht Eintracht Braunschweig steht vor einem Scherbenhaufen.

Spätestens seit der 0:3-Niederlage bei der SpVgg Greuther Fürth ist klar, dass die verzweifelten Rettungsbemühungen des deutschen Fußball-Meisters von 1967 gescheitert sind und der Weg wieder zurück in die Regionalliga führt. Dazu kommt ein seltenes Chaos hinter den Kulissen: Zunächst kündigte Trainer Willi Reimann seinen Abschied zum Saisonende an, ehe kurz danach Benno Möhlmann einer Meldung des Vereins widersprach, er werde der neue Coach. «Das ist nicht korrekt. Es ist noch nichts entschieden», sagte der 52 Jahre alte Fußball-Lehrer der dpa.

Der bis Saisonende noch in Fürth tätige Möhlmann bestätigte lediglich eine Anfrage. «Es gab einen Kontakt», sagte der sichtlich verwunderte und verärgerte Möhlmann und kündigte Gespräche in den kommenden Tagen an. «Grundsätzlich kann ich mir das schon vorstellen, aber der Ausgang des Ganzen ist noch offen», versicherte der Coach, der bereits von 1995 bis 1997 Trainer in Braunschweig war.

Der Club wollte offensichtlich schnell reagieren, nachdem Reimann seinen Abgang zum Saisonende öffentlich gemacht hatte. Der erst Mitte November gekommene Reimann hatte zuvor erklärt: «Ich habe den Entschluss am Wochenende getroffen, nicht mit in die 3. Liga zu gehen.»

Sportlich ist die Situation in Braunschweig übersichtlicher. Zehn Punkte trennen Braunschweig bei acht noch ausstehenden Partien vom 14. Platz, der für ein weiteres Jahr in der 2. Liga reichen würde. «Es können ja alle rechnen», sagte Mittelfeldspieler Tobias Schweinsteiger: «Da muss man nicht mehr von Hoffnung rumreden.» Reimann sieht das ähnlich: «Das ist normalerweise nicht mehr machbar. Man muss sich nur die Tabelle und unser Restprogramm anschauen.»

Vier verschiedene Übungsleiter saßen in dieser Saison bereits auf der Trainerbank des Vereins und verdeutlichen das Durcheinander im Club ebenso wie drei Manager. Mitte November war Reimann für Djuradj Vasic gekommen. Anfang Oktober hatte die Eintracht sich bereits von Trainer Michael Krüger und Manager Wolfgang Loos getrennt und den Assistenten Willi Kronhardt nach dem 2:0-Sieg gegen den TSV 1860 München gleich wieder degradiert.


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