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Labbadia neuer Trainer der SpVgg Greuther Fürth

Fürth (dpa) - 19.03.2007, 15:48 Uhr

Bruno Labbadia spricht in Fürth auf einer Pressekonferenz.
Bruno Labbadia spricht in Fürth auf einer Pressekonferenz.

Die SpVgg Greuther Fürth ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Trainer Benno Möhlmann fündig geworden. Der ehemalige Bundesliga-Profi Bruno Labbadia wird am 1. Juli dieses Jahres beim fränkischen Fußball-Zweitligaclub das Kommando übernehmen.

Am 19. März unterschrieb der zweimalige Nationalspieler einen bis 30. Juni 2009 befristeten Vertrag beim aktuellen Bundesliga-Aufstiegskandidaten. «Mich reizt es, mit bescheidenen Mitteln große Erfolge zu erzielen«, sagte der 41-Jährige bei seiner Vorstellung in Fürth. Labbadia löst Möhlmann (52) ab, der bereits im Winter seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hatte.

Bei seinem ersten Engagement bei einem Proficlub will Labbadia seine Vorstellungen von «schnellem und attraktivem Fußball» verwirklichen: «In Fürth gibt es viele junge, hungrige und entwicklungsfähige Spieler. Ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg.» Ab sofort will er in Vertragsgesprächen mit dem aktuellen Kader und der Sichtung von neuen Akteuren eine Mannschaft für die kommende Saison zusammenstellen und und dabei regelmäßig Kontakt zu Möhlmann aufnehmen. Als Co-Trainer bringt Labbadia seinen früheren Weggefährten aus Darmstadt, Eddy Sözer, mit.

Labbadia bestritt als Spieler 328 Bundesligapartien (103 Tore) für den Hamburger SV, 1. FC Kaiserslautern, Bayern München, 1. FC Köln, Werder Bremen und Armina Bielefeld und wurde mit Lautern und Bayern deutscher Meister. Nach Beendigung seiner aktiven Karriere schlug er die Trainerlaufbahn ein und betreute von Mai 2003 bis Sommer 2006 den Regionalligisten SV Darmstadt 98. Als er den angestrebten Aufstieg verpasste, trat er freiwillig zurück und erwarb im Dezember 2006 seine Fußballlehrer-Lizenz.

Benno Möhlmann hatte bereits im Winter erklärt, dass er seinen auslaufenden Vertrag in Fürth nicht verlängern werde. «Das Gesamtpakt des Vereins ist nicht aufstiegsreif», begründete der gebürtige Westfale, der die SpVgg im Februar 2004 im Abstiegskampf übernahm und bereits von 1997 bis 2000 schon einmal betreut hatte, seine Entscheidung. Mittlerweile hat seine Mannschaft bei nur noch einem Punkt Rückstand auf den dritten Tabellenplatz beste Aufstiegschancen.

Einen neuen Arbeitgeber hat Möhlmann noch nicht gefunden, obwohl Eintracht Braunschweig am 19. März seine Verpflichtung bekannt gab. «Das ist nicht korrekt. Es ist noch nichts entschieden», dementierte er die Mitteilung des Tabellenletzten und bestätigte lediglich eine Anfrage aus Braunschweig. Der derzeitige Eintracht-Coach Willi Reimann hatte zuvor seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt gegeben.


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