1. FCK wieder auf Bundesliga-Kurs - KSC souverän
Kaiserslautern (dpa) - 12.03.2007, 22:15 Uhr
Kaiserslauterns Marcel Ziemer jubelt nach seinem Tor zum 1:1.
Bundesliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern hat wieder Kurs auf den direkten Wiederaufstieg genommen. Der Karlsruher SC kann für die Fußball-Bundesliga planen. Die Konkurrenz im Aufstiegsrennen zeigt Nerven. Als großer Gewinner des 25. Zweitliga-Spieltags verschaffte sich der KSC mit dem 3:1 beim FC Carl Zeiss Jena an der Tabellenspitze weiter Luft. Im Montagsspiel der 2. Fußball-Bundesliga gewannen die Pfälzer mit 2:1 (1:1) gegen 1860 München und schlossen mit 43 Punkten zum Tabellendritten MSV Duisburg auf. Vor 28 752 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion erzielten Marcel Ziemer (16.) und Silvio Meißner (75.) die Tore zum siebten Heimsieg des FCK, nachdem ausgerechnet der von FCK-Coach Wolfgang Wolf ausgemusterte Ex-Lauterer Berkant Göktan (15.) die Gäste mit 1:0 in Führung gebracht hatte. In dem intensiv geführten Spiel gab es begünstigt durch Fehler beider Hintermannschaften im ersten Durchgang Chancen in Hülle in Fülle. Göktans Führung durch einen Heber über FCK-Keeper Jürgen Macho beantworteten die Pfälzer prompt durch Ziemers Kopfball. Das 2:1 besorgte dann Meißner in der zweiten Halbzeit per Kopf. Mit der Niederlage beim ersten und letzten Betzenberg-Gastspiel des zum Saisonende scheidenden «Löwen»-Coaches Walter Schachner büßten die Gäste wohl ihre Minimalchance ein, doch noch ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können.
Karlsruhes Mitwerber Hansa Rostock und MSV Duisburg erlitten überraschende Punkteinbußen. Rostock gab beim 1:1 bei Kickers Offenbach zwei Punkte ab, Duisburg setzte mit der 0:2- Heimpleite gegen die SpVgg Greuther Fürth seine Krise fort. «Zur Zeit laufen wir der Musik etwas hinterher», klagte MSV-Torwart Georg Koch nach der dritten Pleite hintereinander. Mit dem KSC, der den ersten Auswärtssieg in diesem Jahr landete, durften sich die siegreichen Franken als zweiter Gewinner des Spieltags feiern lassen. Christian Timm und Danny Fuchs schossen Fürth ins Aufstiegsrennen zurück. «Jetzt liegt es an uns. Wir haben ein gesundes Selbstbewusstsein», äußerte sich Fürths Trainer Benno Möhlmann zu den Aufstiegschancen seiner Mannschaft. «Wir haben unser schlechtestes Heimspiel gemacht», sagte MSV-Trainer Rudi Bommer. «Im Moment müssen wir nicht über den Aufstieg reden.» |