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KSC 2:1 gegen Köln - Freiburg auf Aufstiegskurs

München (dpa) - 05.03.2007, 22:14 Uhr

Die Karlsruher Spieler jubeln nach dem Führungstreffer zum 1:0.
Die Karlsruher Spieler jubeln nach dem Führungstreffer zum 1:0.

Im Aufstiegkampf der 2. Fußball-Bundesliga werden die Karten neu gemischt. Hinter Tabellenführer Karlsruher SC, der zum Abschluss des 24. Spieltags Köln mit 2:1 (1:1) besiegte, haben die vermeintlichen Top-Favoriten Rostock und Duisburg neue Konkurrenz bekommen.

An der Spitzevergrößerte der KSC nach zuletzt nur drei Punkten aus den vergangenen drei Spielen seinen Vorsprung. Die Nordbadener haben nun ein beruhigendes Polster von elf Punkten auf einen Nichtaufstiegsplatz. Vor 28 300 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Karlsruher Wildparkstadion erzielte Sebastian Freis in der 13. Minute die Führung der Gastgeber, Milijove Novakovic besorgte nur acht Minuten später den Ausgleich für den 1. FC Köln, der weiterhin im Mittelfeld herumdümpelt. Mit seinem 13. Saisontreffer sicherte Edmond Kapllani (66.) dem KSC wichtige drei Punkte.

Der seit acht Spielen ungeschlagene SC Freiburg hatte zuvor mit dem 2:1 gegen die «Zebras» seinen Höhenflug fortgesetzt und meldete sich mit dem sechsten Rückrundensieg im Aufstiegsrennen zurück. Auch der FC Erzgebirge Aue nutzte mit dem 1:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern seine Chance.

Nach den Patzern von Duisburg und von Rostock, das beim torlosen Remis gegen Abstiegskandidat Wacker Burghausen knapp einer Blamage entging, konnte der KSC unbeschwert die Knüllerpartie gegen Köln angehen. Beim Gegner war die Rückkehr in die Bundesliga bereits vor der neuerlichen Pleite offenbar kein Thema mehr. «Wir beschäftigen uns bereits intensiv mit der Mannschaft für die Zweitliga-Saison 2007/08», hatte Trainer Christoph Daum angekündigt, «mit diesem Spiel beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison.»

Freiburg und Trainer Volker Finke können dagegen wieder mit der Bundesliga planen. Dank des Siegtreffers von «Joker» Henrik Bencik (82.), der schon beim 5:4 gegen Aue der entscheidende Mann war, feierten die Breisgauer vor 19 300 Zuschauern den vierten Heimsieg hintereinander und kamen bis auf fünf Punkte an Duisburg heran, das mit der zweiten Pleite in Serie um den dritten Tabellenplatz bangen muss.


«Jetzt zeigen wir, was wir können», sagte Alexander Iaschwili, der Freiburg per Foulelfmeter in Führung gebracht hatte, und sprach sich für eine weitere Zusammenarbeit mit Finke aus: «Die Leistung stimmt, das haben wir dem Trainer zu verdanken.» Für den Coach steht der Abschied am Saisonende aber fest. «Wir sollten diese Diskussionen jetzt lassen», meinte Finke.

In Rostock hat Trainer Frank Pagelsdorf die Rückkehr in die Bundesliga als klares Saisonziel ausgegeben, doch gegen Burghausen war bei den Hanseaten von Erstliga-Klasse nichts zu sehen. «Wir müssen uns eindeutig steigern», sagte Pagelsdorf, «heute ist uns wenig Konstruktives eingefallen». Zwei Tore fielen in der Münchner Allianz Arena, wo sich der TSV 1860 München vor 27 900 Zuschauern zu einem mageren 2:0 gegen Schlusslicht Braunschweig quälte.

«Wir müssen uns damit anfreunden, dass wir absteigen», gestand Eintracht-Coach Willi Reimann nach der fünften Niederlage hintereinander. Der eingewechselte Berkant Göktan (80.) und Greg Berhalter (90.+3/Foulelfmeter) erlösten die «Löwen»-Fans und 1860- Trainer Walter Schachner, über dessen vorzeitigen Abschied spekuliert wird. Angeblich steht Benno Möhlmann, der am Saisonende in Fürth aufhört, schon als Nachfolger bereit.

Auch das Rennen um den Klassenverbleib wird immer spannender. Beim 2:2 zwischen Rot-Weiss Essen und Kickers Offenbach bewahrte Dino Toppmöller als zweifacher Torschütze die Hessen vor der fünften Pleite hintereinander. Drei wichtige Punkte sammelte Aufsteiger TuS Koblenz. Anel Dzaka, Stefan Maierhofer und Goran Sukalo trafen beim 3:1 gegen den SC Paderborn. Die SpVgg Unterhaching feierte mit dem 2:0 gegen Carl Zeiss Jena einen wertvollen Sieg im Abstiegskampf. Das Duell um Bayerns beste Zweitligamannschaft gewann die SpVgg Greuther Fürth mit 2:1 gegen den FC Augsburg.

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