Rot-Weiß Erfurt verpasste mit dem 1:1 gegen Rot-Weiß Oberhausen den Sprung nach vorn. Per Foulelfmeter glich Adrian Aliaj (60.) die Führung des Aufsteigers durch Ronny Hebestreit (30.) aus. Hinter Burghausen folgen Erfurt und Frankfurt auf den Plätzen vier und fünf. Die Eintracht feierte mit dem 2:1 gegen den Karlsruher SC dank des Doppelschlags von Torben Hoffmann (47.) und Benjamin Köhler (53.) den ersten Sieg. Trainer Friedhelm Funkel hob die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit hervor, «aber die Jungen müssen noch lernen. In den letzten zwanzig Minuten waren sie nicht clever genug.» KSC-Coach Lorenz Köstner trauerte den vergebenen Torchancen nach: «Das war nur Ping-Pong.» Als «Dorftrottel» verspottete der Kölner «Express» die FC-Stars nach der Pleite in der oberbayerischen Provinz. Trainer Huub Stevens bestrafte die Spieler danach mit Training auf einem Aschenplatz. «Die Spieler haben Fehler gemacht, die 14-Jährigen nicht passieren», wetterte der Niederländer, «Auf diese Art und Weise schaffen wir den Aufstieg nie.» Die 18-minütige Pause, verursacht durch die Achillessehnen-Verletzung von Schiedsrichter Torsten Koop, ließ Stevens nicht als Ausrede gelten. Präsident Wolfgang Overath war restlos bedient: «Diese Leistung ist nicht nachvollziehbar.» Rudi Bommer ließ seine Stars nach der Ankunft aus Aue um 2.00 Uhr am Morgen Strafrunden unter Flutlicht drehen und verpasste der Mannschaft nachträglich eine Kopfwäsche. «Ich bin immer noch angefressen», meinte der Ex-Nationalspieler, der vor allem über Torwart Michael Hofmann verärgert war, der die «Löwen»-Bosse und deren Personalpolitik kritisiert hatte. «Ich kann das nicht nachvollziehen», sagte Bommer, der eine Geldstrafe für Hofmann nicht ausschloss. «Bei uns stimmt vieles nicht. Wir haben die Abgänge nicht verkraftet und zu wenig Routiniers im Team», hatte der Schlussmann nach dem Spiel in Aue gesagt. Aufsteiger Rot-Weiß Essen gelang nach dem 1:5-Startdebakel gegen Aue mit dem 1:1 in Trier Wiedergutmachung. Kapitän Bjarne Goldbaek (8.) brachte RWE in Führung, ehe Thomas Reis (71.) die Eintracht vor der ersten Heimniederlage seit November 2003 bewahrte. Alemannia Aachen musste sich nach dem 1:1 gegen Frankfurt auch bei LR Ahlen mit einem Punkt begnügen. Eine Minute nach Ahlens Führung durch Zeljko Sopic gelang Jens Scharping (41.) der Ausgleich. LR-Torwart Bernd Meier parierte in der 34. Minute einen Foulelfmeter von Sergio Pinto.
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