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Karlsruhe ist Herbstmeister - «Löwen» erfolgreich

München (dpa) - 18.12.2006, 22:06 Uhr

Die Karlsruher Spieler jubeln nach dem 2:0 Siegtreffer gegen Fürth.
Die Karlsruher Spieler jubeln nach dem 2:0 Siegtreffer gegen Fürth.

Der Karlsruher SC hat das Fernduell mit Hansa Rostock um die Herbstmeisterschaft in der 2. Fußball-Bundesliga gewonnen und geht als Aufstiegskandidat Nummer 1 in die Winterpause.

Nach der Rostocker Nullnummer in Unterhaching eroberten die Badener mit einem 2:0-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth die Tabellenspitze. Trainer Ede Becker freute sich nach dem elften Saisonsieg auf eine «schöne Weihnachtsfeier» am Abend: «Es war ein tolles Jahr für uns», frohlockte der 50-Jährige.

Mit 38 Punkten liegen die Badener nach 17 Spieltagen ebenso wie die als einziges Team noch ungeschlagenen Rostocker (37 Zähler) klar auf Erstligakurs. Der dritte Aufstiegsplatz bleibt dagegen heiß umkämpft: Der MSV Duisburg (32) kam dank eines Last-Minute-Treffers von Klemen Lavric im Derby beim Abstiegskandidaten Rot-Weiss Essen zu einem glücklichen 2:1-Sieg.

Dank einer Drei-Tore-Gala von Nemanja Vucicevic hat der TSV 1860 München den Siegeszug von Erzgebirge Aue gestoppt und darf in der Winterpause weiter von der Rückkehr in die Fußball-Bundesliga träumen. Die «Löwen» feierten einen 4:0 (3:0)-Sieg gegen die Sachsen, die zuvor sechs Mal in Serie gewonnen hatten. Die Münchner trennen damit nur noch vier Punkte von einem Aufstiegsplatz. Mann des Spiels vor 24 400 Zuschauern in der Allianz Arena war 1860-Stürmer Vucicevic mit seinem Dreierpack (22./44./76. Minute). Die Führung hatte Markus Thorandt (6.) erzielt.

Die große Enttäuschung der ersten Saisonhälfte ist der 1. FC Köln. Die Rheinländer blieben beim 2:2 gegen Kaiserslautern auch im dritten Spiel unter Trainer Christoph Daum sieglos. Mit 20 Punkten ist man auf Platz zehn dem Abstieg viel näher als dem Wiederaufstieg. 49 500 Zuschauer und Daum waren am Freitagabend im Kölner Stadion nach einer gegen neun Lauterer Akteure verspielten 2:0-Führung geschockt. «Im Fußball muss man manchmal durch ein Tal der Tränen gehen», kommentierte Daum: «Wir haben unser Ziel nicht erreicht.»


Anders der KSC: Elf Siege, fünf Remis und nur eine Niederlage wecken beim deutschen Meister von 1909 berechtigte Hoffnungen, im Sommer neun Jahre nach dem Bundesliga-Abstieg wieder erstklassig zu sein. Beim 2:0 zum Hinrundenabschluss profitierte die Torfabrik der Liga (41 Treffer) zunächst von einem Eigentor des Fürthers Martin Lanig (17.). Nach einem Freistoß versetzte Sebastian Freis (50.) mit seinem 6. Saisontreffer die Fans endgültig in Weihnachtsstimmung. «Kaufen können wir uns für die Herbstmeisterschaft nichts, aber sie ist ein Lohn für die Mannschaft. Wir haben jetzt schon einen Vorsprung auf die Nichtaufstiegsplätze, den wollen wir halten», kommentierte Torschütze Freis.

Beim Vorjahres-Fünften Fürth stehen die Zeichen auf ein Ende der Amtszeit von Benno Möhlmann. Der Trainer wird den Tabellenneunten bei einem Nichtaufstieg im Sommer verlassen. An diese vor Saisonbeginn gemachte Vorgabe werde er sich halten, bestätigte Möhlmann.

Im ersten Spiel nach der beschlossenen Trennung zum Saisonende feierte Trainer Volker Finke mit dem SC Freiburg einen wichtigen 1:0- Erfolg beim Aufsteiger TuS Koblenz. Roda Antar sorgte mit seinem fünften Saisontor dafür, dass Finke in seiner 16. Saison als SC-Coach nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern muss.

Wacker Burghausen holte drei Tage nach der Beurlaubung von Trainer Markus Schupp mit dem Interims-Duo Fred Arbinger und Wolfgang Riedl in Paderborn mit einem glücklichen 1:1 wenigstens einen Zähler. Stefan Aigner (61.) erzielte für die Oberbayern den Ausgleich. Burghausen belegt trotzdem zusammen mit Carl Zeiss Jena, Essen und Eintracht Braunschweig die vier Abstiegsränge. Der Tabellenletzte Braunschweig verlor nach einer 1:0-Führung durch Tobias Schweinsteiger (22.) gegen Kickers Offenbach mit 1:2 und ist nach neun Punkten aus 17 Spielen auf direktem Weg in die Regionalliga.

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