Glückwünsche kann Offenbach fast schon entgegen nehmen. Mit dem 4:1-Kantersieg gegen die SpVgg Unterhaching nach Toren von Suat Türker (36./Foulelfmeter), Stephan Sieger (51.) und Regis Dorn (45./61.) haben die Kickers die Abstiegszone verlassen, müssen aber wie die seit sieben Spielen sieglosen Hachinger noch weiter zittern. Offenbachs Matej Miljatovic (53.) sah wegen einer Notbremse Rot. Dank Musemestre Bamba (58./Foulelfmeter) und Nils-Ole Book (81.) als Torschützen beim 2:1 in Rostock darf Ahlen weiter auf Rettung hoffen. Die Dynamofans feierten beim Kellerduell in Dresden Joshua Kennedy (45.) und Alexander Ludwig (67.) als Torschützen zum 2:0 gegen den 1. FC Saarbrücken, der nach der zehnten Auswärtsniederlage weiter in akuter Abstiegsgefahr schwebt. Freiburg durfte bis zur 81. Minute noch vom Aufstieg in die Bundesliga träumen, ehe Siegens Cafú mit dem 2:2 die vagen Hoffnungen der Breisgauer zunichte machte. Nach Siegens Führung durch Andrea Nauroth (39.) lag der SC durch Roda Antar (50.) und Jonathan Pitrioipa (72.) vorne. Soumaila Coulibaly (55.) war zuvor per Foulelfmeter an Torhüter Adnan Masic gescheitert. Für die auswärts seit zwölf Spielen sieglosen Siegener ist die Rückkehr in die Regionalliga damit perfekt. Während Bochum (1:2 gegen Burghausen) und Aachen (1:3 in Paderborn) trotz der Pleiten ihre Abschiedstournee genießen, ist beim TSV 1860 München kollektives Durchatmen angesagt. «Das ist geil, einfach der Hammer», jubelte Mittelfeldspieler Matthias Lehmann nach dem wichtigen Erfolg gegen den KSC. Mit vier Punkten Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz sind die «Löwen» aber noch nicht gerettet. Finanziell läuten bei 1860 die Alarmglocken. «Wenn wir am 2. Mai in Unterhaching spielen, sind wir entweder gerettet oder müssen einen Antrag auf Insolvenz stellen», sagte Geschäftsführer Stefan Ziffzer angesichts eines Fehlbetrags von acht bis zehn Millionen Euro in der Münchner «Abendzeitung», «es wird ein Kampf gegen die Zeit.» Die Sechziger hoffen auf die Unterstützung des FC Bayern, an Hilfe durch den Not-Fond der Deutschen Fußball-Liga (DFL) ist vorerst nicht gedacht. Ziffzer: «Wir könnten maximal fünf Millionen Euro in Anspruch nehmen, dafür aber im Gegenzug mit sechs Punkten Abzug bestraft werden.»
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