Nach Manager Uli Hoeneß hat auch Franz Beckenbauer dem finanziell angeschlagenen Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München die Unterstützung des FC Bayern zugesagt.
«Wir werden ihnen brüderlich zur Seite stehen. Wir sind ja interessiert, dass die Sechziger am Leben bleiben und sie mal wieder in der Bundesliga spielen», sagte der Präsident des deutschen Rekordmeisters im Deutschen Sportfernsehen (DSF). Die «Löwen» müssen laut Auflagen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) bis Ende Mai nachweisen, dass ihnen in der kommenden Saison zehn bis 15 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
Beckenbauer betonte, dass der FC Bayern den Lokalrivalen als Partner für die gemeinsame Stadion-GmbH der Allianz Arena brauche, «um uns eher als vorgesehen von diesen ganzen Lasten zu befreien. 300 oder 350 Millionen Euro zu investieren, ist selbst für den FC Bayern viel - geschweige denn für den TSV 1860, der natürlich mit dabei sein muss, weil es anders nicht gegangen wäre.» Der Vorstand des FC Bayern sei schon seit Wochen damit beschäftigt, eine Lösung zu finden, sagte Beckenbauer, «und wenn die Sechziger Hilfe brauchen, auch von mir persönlich, dann kriegen sie sie».
Nach Angaben von 1860-Geschäftsführer Stefan Ziffzer muss der Club innerhalb der nächsten Tage eine Lösung seiner Finanzprobleme finden. «Wenn wir am 2. Mai in Unterhaching spielen, sind wir entweder gerettet oder müssen Antrag auf Insolvenz stellen», sagte er der Münchner «Abendzeitung», «es wird ein Kampf gegen die Zeit.»