Durchatmen bei 1860 - Aachen und Bochum patzen
München (dpa) - 21.04.2006, 21:14 Uhr
Die Spieler des TSV 1860 München jubeln über den Sieg gegen den Karlsruher SC.
Durchatmen bei den «Löwen», Dauerparty bei den Aufsteigern VfL Bochum und Alemannia Aachen: Mit dem 2:0 gegen den Karlsruher SC hat Fußball-Zweitligist TSV 1860 München drei wichtige Punkte gegen den drohenden Sturz in die Drittklassigkeit eingefahren. «Wir sind auf einem guten Weg», sagte Trainer Walter Schachner. «Aber wir haben noch keine Sicherheit.» Jubel gab es trotz der 1:2-Heimpleite gegen Wacker Burghausen auch in Bochum: Mit seinen Fans feierte das Team von Marcel Koller die direkte Rückkehr in die Bundesliga. Die ebenfalls schon aufgestiegenen Alemannen verloren beim SC Paderborn 1:3. Im Spitzenspiel des 31. Spieltages kann zwischen Greuther Fürth und dem Tabellendritten Energie Cottbus eine Vorentscheidung über den letzten Aufsteiger fallen. «Für den Verein geht es in den nächsten Wochen um die Existenz», hatte «Löwen»-Manager Stefan Reuter vor dem Spiel gegen die Gäste aus Baden einen Kraftakt seiner Profis gefordert. Und die «Löwen» legten vor 51 700 Zuschauern los wie die Feuerwehr: Nach dem ersten Eckball gingen sie durch Jiayi Shao in Führung (5.), der beim Durcheinander im KSC-Strafraum abstauben konnte. Wenig später (20.) erhöhte der als Kapitän abgelöste Matthias Lehmann per Foulelfmeter.
«Das war ein Schicksalsspiel», atmete «Löwen»-Legende Petar Radenkovic nach dem Sieg durch. Die Gäste, die durch die Niederlage wohl endgültig alle Chancen auf den dritten Aufstiegsplatz einbüßten, ließen jedes Aufbäumen vermissen. «Wir haben einfach keinen guten Fußball gespielt», kritisierte KSC-Trainer Edmund Becker sein Team. «Wir brauchen nicht mehr vom Aufstieg zu sprechen.» Bis in den frühen Morgen hatten die Bochumer nach ihrem Sieg in Aachen die fünfte direkte Bundesliga-Rückkehr bejubelt, und die Dauerparty steckte offenbar noch in den Knochen. Nach dem 12. Saisontor von Marek Krejci für die Oberbayern übernahmen die Hausherren zwar die Initiative, ließen aber viele Chancen ungenutzt. Nach der roten Karte gegen Marcel Maltritz (64.) ließen sich die Gäste nicht lange bitten und machten durch Thorsten Burkhardt (68.) den ersten Erfolg nach drei sieglosen Spielen perfekt. Edu konnte per Handelfmeter (75.) nur noch verkürzen. Fünf Tage nach dem Bundesliga-Aufstieg startete auch Aachen seine Abschiedstournee im Unterhaus mit einer Niederlage. Markus Bollmann brachte die Ostwestfalen früh (7.) in Führung, Goran Sukalo glich per Foulelfmeter (16.) aus. Doch schon im Gegenzug brachte Marcel Djeng die Hausherren wieder in Front, kurz nach der roten Karte für Aachens Jan Schlaudraff traf René Müller (42.). Nach der gelb-roten Karte für Matthias Heidrich beendeten die Aachener die Partie nur mit neun Spielern. Für Paderborn, das auf den siebten Rang kletterte, ist bei 43 Punkten der Klassenerhalt ebenso wie für Burghausen fast perfekt.
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