Paderborn und MSV mit Rückenwind im Abstiegskampf

Paderborn/Duisburg (dpa) - 17.03.2016, 12:48 Uhr
Paderborn und MSV mit Rückenwind im Abstiegskampf
Duisburg will nicht Letzter bleiben. Foto: Roland Weihrauch

Tabellenletzter, sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, 14 Saisonniederlagen und auswärts noch ohne Sieg: Die Situation des MSV Duisburg in der 2. Fußball-Bundesliga ist prekär.

Doch vor dem direkten Duell zwischen dem Traditionsverein und dem Bundesliga-Absteiger SC Paderborn haben beide Krisen-Clubs Siege feiern können und wollen nun unbedingt auch die Abstiegszone verlassen. «Wir geben immer Gas und geben uns nie auf», sagte MSV-Angreifer Stanislav Iljutcenko vor der Partie in Paderborn. «Es ist ein wichtiges Spiel, aber wir haben noch acht wichtige Spiele», sagte SC-Trainer René Müller.

Nach der Beurlaubung von Müller-Vorgänger Stefan Effenberg haben die Paderborner aus den beiden zurückliegenden Begegnungen vier Punkte geholt. Vor allem wurde mit dem 4:3-Erfolg vor einer Woche gegen St. Pauli eine Serie von 13 Ligaspielen ohne Sieg beendet. «Wir wollen die positive Stimmung mitnehmen. Die Mannschaft war im Training enorm konzentriert», meinte Müller.

Knapp ein Jahr nach dem Abstieg aus der Bundesliga rangieren die Ostwestfalen zwar weiter auf dem 17. Platz der Zweitliga-Tabelle, sind aber optimistisch, dass der Durchmarsch in die Drittklassigkeit noch abgewendet werden kann. «Wir brauchen eine gute Balance zwischen Anspannung und Entspannung», erklärte Müller. Der Coach setzt auf Teamarbeit: «Wir können nur dann erfolgreich sein, wenn wir füreinander da sind, in jedem Zweikampf und in jedem Training. Das hat die Mannschaft bisher eindrucksvoll umgesetzt.» Der 15. Tabellenrang ist vor dem 27. Spieltag einen Punkt entfernt.

Deutlich dramatischer gestaltet sich die Situation für den Tabellenletzten aus Duisburg. Die Zebras wollen aber ebenfalls den Rückenwind aus ihrem jüngsten 2:1-Sieg gegen Union Berlin nutzen und bis zum Saisonende gleich sechs Zähler Rückstand aufholen. «Der Sieg gegen Berlin hat uns gutgetan. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie intakt ist», sagte MSV-Trainer Ilja Gruew.

Die Duisburger sind seit nunmehr drei Partien nacheinander ohne Niederlage. Um die Hoffnung auf den Klassenverbleib mit Nachdruck aufrecht erhalten zu können, benötigt der Traditionsverein allerdings in Paderborn seinen ersten Auswärtssieg in der laufenden Saison.

«Wir sind euphorisch, aber auch realistisch. Beide Gegner haben am vergangenen Spieltag ein Signal gesendet und gezeigt, dass sie noch leben», erläuterte Gruew. Der Bulgare erwartet einen «Fight auf Augenhöhe». Mut macht den Duisburgern zudem ihre Bilanz in Ostwestfalen: In den bisher fünf Auswärtspartien in der 2. Liga gegen Paderborn holte der MSV vier Siege und ein Remis.

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