Eintracht Braunschweig entfernt sich durch Remis gegen Duisburg von den Aufstiegsrängen

07.03.2016, 11:33 Uhr
Eintracht Braunschweig entfernt sich durch Remis gegen Duisburg von den Aufstiegsrängen
Nur Remis gegen MSV: Braunschweigs Hendrick Zuck (l) geht im Zweikampf mit Steffen Bohl zu Boden. Foto: Peter Steffen
Braunschweig, 07.03.2016 (von unserem Autor Juro)

Eintrachts Trainer Lieberknecht hatte von seinem Team nach der unglücklichen Niederlage in Hamburg gegen den FC St. Pauli von seinem Team im Spiel gegen das Schlusslicht aus Duisburg einen Sieg gefordert. In einem eher schwachen Zweitligaspiel vor rund 21.000 Zuschauern im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße gab es aber nur ein 1:1-Unentschieden. Überlegene Braunschweiger schafften es nicht, ihre Vorteile im Spiel in Tore umzusetzen. So entfernte sich in der englischen Woche die Spitzengruppe so weit vom BTSV, dass an einen Aufstieg in dieser Saison nicht mehr zu denken ist. Zudem verloren die Oker-Städter erneut ihren Kapitän Correia durch eine schwere Verletzung.

Lieberknecht musste seinen angeschlagenen rechten Verteidiger Ofosu-Ayeh durch Sauer ersetzen – ließ zudem nach gezeigten Leistungen im letzten Spiel Kumbela, Baffo und Omladic auf der Bank. Dafür begannen Tietz, Zuck und Khelifi. MSV-Trainer Gruev vertraute diesmal drei neuen Spielern. Für Meißner, Grote und Özbek begannen Iljutcenko, Albutat und Bajic.

Die Eintracht begann das Spiel recht druckvoll, agierte diesmal in einer taktischen 4-2-3-1-Formation. Allerdings kombinierten sie nur ansehlich bis zur Strafraum-Grenze. Erst in der 10.Spielminute war es dann ausgerechnet Abwehrchef Correia, der seinen Offensivkräften zeigte, wo das MSV-Tor stand. Aus sehr kurzer Entfernung verfehlte er das Tor von Ratajczak knapp. Da das Flügelspiel der Eintracht nun effektiver wurde, konnte sich in der 14. Und 16. Spielminute der vielversprechende Nachwuchsstürmer Tietz zweimal in Szene setzen, wurde aber von den Duisburger Innenverteidigern im letzten Moment am erfolgreichen Abschluss gehindert. In der 19. Spielminute nahm sich Eintrachts Zuck, zentral vor Strafraum stehend, mit einem satten Schuss nach Tietz-Zuspiel ein Herz, verfehlte aber das MSV-Tor deutlich.

Danach bekamen die Gäste mehr Zugriff auf das Spielgeschehen (27. Minute Fallrückzieher von Bohl am BTSV-Strafraum auf Gikiewicz), gingen dabei aber mit großer Härte vor. So musste in der 29. Spielminute Braunschweigs Kapitän Correia nach einer Grätschaktion von Iljutcenko mit Bänderriss im Fuß vom Platz getragen werden, der sofort durch Baffo ersetzt werden musste. Durch diese Aktion riss bei der Eintracht der Spielfaden. Auch die Defensive agierte unkonzentrierter und ermöglichte dem MSV zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff gleich zwei Schusschancen durch Bröker und Iljucenko, die beide Keeper Gikiewicz vereiteln musste.

Mit recht wenig Elan kamen beide Teams nach dem Halbzeitpfiff wieder aus der Kabine. Immer noch überlegen spielende Braunschweiger fanden kein Mittel, die tief stehenden Duisburger erfolgreich zu überspielen. Einzig Rechtsaußen Khelifi konnte sich mit feiner Technik durchspielen, scheiterte aber mit seinem Schuss am MSV-Keeper (51.). Hier hätte er aber besser nach links abgespielt, denn zwei BTSV-Angreifer standen ungedeckt in besserer Position bereit. Zur Überraschung des Publikums ging dann Duisburg mit seiner ersten Chance im zweiten Abschnitt gleich in Führung. Chanturia zog von Rechtsaußen nach innen vor den Strafraum und zog einfach zum 0:1 ab – ließ dabei Gikiewicz keine Abwehrchance (59.). Doch die Duisburger Freude über diesen Husarenstreich währte nicht lange! Denn im Gegenzug fiel schon der Ausgleich. Khelifi sprang am Fünfmeterraum in eine Rechtsflanke von Kumbela und versenkte das Leder.

Nach dem Ausgleich gab es für die Braunschweiger nur für kurze Zeit wieder mehr Schwung, schnell ebbten die druckvollen Angriffsversuche wieder ab. Duisburg konnte das Spiel beruhigen und schloss erfolgreich die Reihen. So sahen die murrenden Zuschauer nur noch einen Kopfball-Abschluss von Tietz (72.), für den kurz vor Schluss noch der blasse Düker eingewechselt wurde. Vier Minuten vor dem Ende der Partie versuchte noch Sauer einen Weitschuss, der Ratajczak aber vor keine Probleme stellte. In der Schlussminute bekam Düker noch eine Schusschance in bester Position links am Strafraum, verzog den Ball aber total. So blieb es aus BTSV-Sicht beim unbefriedigenden Unentschieden.

Lieberknecht zeigte sich vom Spielverlauf enttäuscht, machte aber durch Correias schwere Verletzung in der ersten Halbzeit bei seinem Team einen länger anhaltenden Schock-Moment aus. Gruev war mit dem gewonnenen Punkt zufrieden und lobte die Einstellung seines Teams. Er wisse natürlich, dass eigentlich nur Siege weiterhelfen würden. Aber gerade in Braunschweig müsse man mit dem Unentschieden auswärts zufrieden sein. Während Braunschweig nun zu einem schon eher bedeutungslosen Auswärtsspiel nach Fürth reisen muss, erwartet der MSV zum Punktesammeln gegen den drohenden Abstieg die Eisernen von Union Berlin.

Aufstellung Eintracht Braunschweig:

Gikiewicz – Sauer, Correia (32. Baffo), Decarli, Reichel - Schönfeld, Boland - Khelifi, Zuck, Holtmann (59. Kumbela) - Tietz (80. Tietz)

Aufstellung MSV Duisburg:

Ratajczak - Feltscher, Bohl , Bajic, Wolze – Albutat (87. Onuegbu), Holland - Chanturia (78. Grote), Bröker - Thomané (73. Janjic), Iljutcenko