St. Pauli enttäuscht über mögliche Reformen zu TV-Geldern

Hamburg (dpa) - 12.02.2016, 16:20 Uhr
St. Pauli enttäuscht über mögliche Reformen zu TV-Geldern
Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli, kritisiert die mögliche Reform zur Neuverteilung der TV-Gelder. Foto: Daniel Bockwoldt

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat sich enttäuscht über mögliche Reformen zur Neuverteilung der TV-Gelder geäußert.

«Mich wundert gar nichts mehr. Für mich zeigt das Vorgehen das Demokratie- und Transparenz-Verständnis des Ligaverbandes», sagte Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli, der Deutschen Presse-Agentur. Im deutschen Profifußball wird nach «Bild»-Informationen über tiefgreifende Reformen diskutiert, wonach die 2. Liga in einem noch abzuschließenden Fernsehvertrag deutlich unter den bisherigen zwanzig Prozent erhalten könnte.

«Wir sind über die Vorgehensweise und die öffentlich gewordenen Ergebnisse enttäuscht. Im Zusammenhang mit unserem seinerzeit gestellten Antrag stand immer der Solidaritätsgedanke zwischen der Bundesliga und der 2. Bundesliga im Vordergrund. Nicht zuletzt deshalb haben wir uns damals entschieden, unseren Antrag zurückzuziehen», erklärte St. Paulis Geschäftsführer Andreas Rettig. Der ehemalige Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) hatte im Herbst angeregt, konzern- oder investorengeführte Clubs wie Bayer Leverkusen, den VfL Wolfsburg oder 1899 Hoffenheim künftig von der Verteilung der TV-Gelder auszuschließen.

Diesen Antrag hatte er aber auf Druck der DFL wieder zurückgezogen. «Hierbei sind wir dem Wunsch und der Bitte der Ligavertreter nachgekommen, nicht vor Abschluss der Ausschreibung eine öffentliche Diskussion über die Verteilung der TV-Gelder loszutreten. Beim jetzigen Vorgehen bleibt ein fader Beigeschmack und es ist sicherlich keine vertrauensbildende Maßnahme.» Die neue Initiative soll in einem 16-seitigen Papier von Peter Peters, Vorstandsmitglied beim FC Schalke 04 und Vize-Präsident des Ligaverbandes, stehen. Vom neuen Fernseh-Vertrag erhofft sich die DFL eine deutliche Steigerung auf insgesamt mindestens eine Milliarde Euro.

Bericht bei Bild plus, hinter Bezahlschranke

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