Das zu Saisonbeginn völlig umformierte Kölner Team war gegen den Underdog aus dem Rhein-Neckar-Kreis ganz nah dran am ersten Dreier. Erst eine Minute vor Schluss sorgte Sandhausens Joker Regis Dorn für den Ausgleich und kurzzeitiges Entsetzen im Kölner Stadion. «Der Saisonstart war bisher weniger als mittelmäßig», meinte Verteidiger Dominic Maroh. Die Fans sahen es ähnlich und verabschiedeten ihn und seine Teamkollegen mit reichlich Pfiffen. «Das Ding haben wir uns selbst um die Ohren gehauen», meinte Stanislawski, den obendrein der dreiwöchige Ausfall von Offensivmann Adil Chihi (Faserriss) schmerzt. Beim FCK betrachtet den Erfolg in Aalen niemand als Erfolg, den es zu feiern wert wäre. Eher als eine Pflichtaufgabe gegen einen Aufsteiger, auch wenn der VfR am vorherigen Wochenende mit einem hohen 4:1 in Duisburg aufgewartet hatte. FCK-Neuzugang Albert Bunjaku traf am Freitag gleich zweimal, Trainer Franco Foda beschränkte sich hinterher auf die Feststellung, «froh» über den Sieg zu sein. Das waren allerdings auch die Aalener - mal ganz unabhängig von der sportlichen Pleite. Der Zweitliga-Neuling staunte vor allem über 2500 mitgereiste FCK-Anhänger und insgesamt 12 000 Zuschauer. Resultat: Eine selten dagewesene Atmosphäre im smarten Stadion auf der Ostalb. «Es waren sehr viele Leute im Stadion, die teilweise auch ihren Urlaub abgebrochen haben, um dieses Spiel zu sehen. Ich glaube keiner hat es bereut», schwärmte Aalens Trainer Ralph Hasenhüttl. In Cottbus standen zwei Überraschungen im Fokus. Einerseits der reaktivierte Stürmer Boubacar Sanogo, der gegen Erzgebirge Aue schon sein drittes Saisontor erzielte. Andererseits die Frage einer TV-Reporterin, die am Freitag tatsächlich schon die Aufstiegsfrage stellte. «Da bin ich ein bisschen allergisch», polterte Trainer Rudi Bommer bei dem Thema. «Wir sind erst nach dem zweiten Spieltag, da musst du schon mal abwarten». Kapitän Uwe Möhrle immerhin glaubt «nach dem siebenten oder achten Spieltag» zu wissen, «was los ist».
2. Fußball-Bundesliga
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