Sie sind hier: Startseite > 2. Bundesliga > News > Artikel

Jetzt  Neu! Der Fussball24-Newsreader

News-Feed
Was ist das?
 

 Impressum
 Datenschutzerklärung
 Sitemap
 
 

Eintracht Braunschweig vs. 1. FC Köln ausführlicher Spielbericht

06.08.2012, 19:58 Uhr

Braunschweigs linker Mittelfeldrenner Mirko Boland lieferte sich packende Duelle mit den Koelnern Chihi und Lehmann
Braunschweigs linker Mittelfeldrenner Mirko Boland lieferte sich packende Duelle mit den Koelnern Chihi und Lehmann

Braunschweigs Joker Ademi besiegt den 1. FC Köln mit erstem Ballkontakt

(von unserm Autor Juro) - 21800 Zuschauer im ausverkauften Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße in Braunschweig (zur Zeit im Umbau begriffen mit geringerem Platzkontingent) sahen zum Start der zweiten Bundesliga in die Saison 2012/ 2013 einen Einstand nach Maß für die Löwen. Der Erstliga-Absteiger 1. FC Köln, mit viel Ambitionen und Vorschuss-Lorbeeren am Start, wurde in einem guten Zweitliga-Spiel durch den ersten Ballkontakt von Braunschweigs Sturm-Neueinkauf Ademi mit einer 1:0 Niederlage gleich im Debut-Spiel auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Eintracht-Coach Lieberknecht hatte in der ersten Halbzeit des Spiels von seinen 4 Neuzugängen nur den ex-Aachener Kratz im zentralen Mittelfeld aufgeboten und vertraute damit seinem eingespielten erfolgreichen Stamm-Team der Vorsaison. Der Ex-Altacher Mittelfeldspieler Ademi sass auf der Bank, der Ex-Schalke 04-Nachwuchs- Linksaussen Erwig -Drüppel war nicht im Kader und der Ex-Münsteraner Kluft stand dauerverletzt gar nicht zur Debatte. Den Verein verlassen hatten nach Ende der Vorsaison Reinhardt und Fetsch (beide zu Offenbach) und Zimmermann (Aalen).

Kölns neuer Trainer Stanislawski hatte in der Vorbereitungszeit ein neues Geissbock-Team aufgebaut, das aber schon recht eingespielt wirkte. Zu Beginn des Spiels gegen Braunschweig standen die Neuzugänge Maron (ex-Nürnberg/ Innenverteidigung), Wimmer (ex-Linz/ Innenverteidigung), Matuschyk (ex-Düsseldorf/ defensives Mittelfeld), Lehmann (ex-Eintracht Frankfurt/ defensives Mittelfeld), Royer (ex-Hannover/ Linksaussen) und Bröker (ex-Düsseldorf/ hängende Sturmspitze) auf dem Platz. Verlassen hatten den Verein namhafte Spieler wie Podolski (London), Riether (Fulham), Novakovic (Asien), Jemal (Bern) und Sereno (Porto). Auf der Ersatzbank präsentierte Stanislawski als Zeichen eines Neuaufbruchs gleich vier Nachwuchskräfte des Vereins, die er aber im Verlauf des Spiels nicht eingewechselte.

Eintracht versuchte in der Anfangsphase des Spiels, die Zügel in die Hand zu nehmen, zog sich dann aber schnell aufgrund des guten Kölner Umschaltsspiels und drohender Konter sicherheitshalber zurück. So bekamen die Geissböcke mehr und mehr Übergewicht und zeigten ansehliches Spiel über die Aussen Chihi und Royer, ohne dass sich größere Torchancen ergaben. Ein Achtungszeichen setzten der durchgebrochene zentrale Mittelfeldmann Matuschyk (08. Minute) und Kölns einzige Sturmspitze Chong Tese (12. Minute). Eintracht Braunschweig versuchte, den Ball über kurze Ball-Staffetten mit Kurzpass-Spiel in den eigenen Reihen zu halten und laufen zu lassen und zeigte wenig Mut zum Offensiv-Spiel. Erst in der 21. und 37. Minute kam Eintracht-Kapitän Kruppke, diesmal auf dem rechten Flügel aufgeboten, zu den ersten beiden Eintracht-Schüssen auf das von Nachwuchskeeper Horn gehütete FC-Tor (vorbereitet von der quirligen Löwen-Spitze Kumbela). Beide Abwehrreihen standen bis zur Schlussphase der ersten Halbzeit sehr sicher. Zwischen den Strafräumen entwickelte sich trotzdem ein sehr schnelles und sehenswertes Mittelfeldspiel mit technischen Finessen.

Dann patzte in der 40. Minute erstmalig die Braunschweiger Abwehr, als der rechte Verteidiger Correia einen schlimmen Fehlpass spielte. Innenverteidiger Bicakcic konnte in der Folgeszene aus Verletzungsgründen und fehlendem Pfiff des Schiedsrichters nicht eingreifen. Der schnelle Chihi konnte so seinen Stürmer Chong Tese bedienen. Doch dieser konnte die für die Kölner überraschend bietende Chance zentral freistehend vor Braunschweigs Keeper Davari nicht ausnutzen. Sein "Schüsschen" ging links neben das Tor.

Den größten Aufreger in der ersten Halbzeit verursachte dann im eigenen Strafraum der neue Kölner Abwehrchef Maroh, als er nach einer Kopfballvorlage von Löwen-Mittelfeldlenker Vrancic (43. Minute) den im Strafraum freistehenden Kruppke durch Trikotzupfen von den Beinen holte. Diesem klaren Verstoss versagte Schiedsrichter Gagelmann allerdings eine berechtigte Elfmeter-Entscheidung – und musste sich bis zum Halbzeit-Pfiff dafür ein gellendes Pfeiffkonzert und "Schieber Schieber"-Rufe des Braunschweiger Hexenkessels anhören.

Zur zweiten Halbzeit versuchte Eintracht-Coach Lieberknecht, die Sicherheitstaktik der ersten Hälfte aufzugeben. Da er bisher in der Mittelfeldzentrale mit Theuerkauf, Kratz und Vrancic gleich drei Defensiv-Spezialisten aufgeboten hatte, nahm er den unauffälligen Vrancic vom Platz und brachte dafür mit dem rechten offensiven trickreichen Nachwuchs-Flügelspieler Raphael Korte seinen Gewinner der Vorbereitungsspiele. Der in der ersten Halbzeit als Rechtsaussen agierende Kruppke rückte dafür in den Sturm neben die bisherige einzige Braunschweiger Sturmspitze – Kumbela. "Wir hatten vor, nun endlich offensiven Zweitliga-Fussball zu spielen", sagte Lieberknecht nach dem Spiel. Stanislawski schickte dagegen ein unverändertes Kölner Team auf den Rasen.

Braunschweig kam sofort druckvoller und frecher ins Spiel und zwang die Geissböcke, vorsichtiger zu agieren. Allerdings kam es in Folge nur zu eher harmlosen Aktionen in den Strafräumen, die ungenügend abgeschlossen wurden. Beispielsweise schlug im blau-gelben Trikot Mittelfeld-Neuzugang Kratz einen Freistoss von links in den Strafraum auf Kumbela, der mit dem Kopf den mitgelaufenen Innenverteidiger Bicakcic bediente. Mit dessem unplatzierten Schuss hatte FC-Schlussmann Horn aber keine Mühe.

In der 57. Minute wurde es dann erst wieder vorm Braunschweiger Tor richtig gefährlich, als für Köln Linksaussen Royer nach Rückspiel von Bröker knapp am Eintracht-Kasten vorbeischoss. Zehn Minuten später wurde Löwen-Keeper Davari erstmalig richtig geprüft, als er einen Fernschuss von Matuschyk parieren konnte. In der 68. Minute kam es dann zur Schlüsselszene des gesamten Spiels. Lieberknecht holte seinen Kapitän Kruppke als zweite Sturmspitze vom Feld, da er deutlich weniger vom Spiel hatte als sein Sturmkollege Kumbela. Für ihn kam erstmalig der Ex-Altacher Torjäger-Joker Ademi, der schon in der Vorsaison in Österreich als Einwechselspieler eine sehenswerte Erfolgsquote erzielt hatte. Kaum war er auf dem Feld, als bei der fehlerhaften Inszenierung einer Abseitsfalle im Kölner Strafraum der nach vorn geeilte Löwen-Abwehrchef Dogan einen sehenswerten Kopfball an die gegnerische Latte setzte. Den Abpraller nahm der goldrichtig stehende Ademi auf und schoss ihn zur 1:0-Führung für Eintracht in die Maschen.

Die nun geschockten Kölner kamen danach erst einmal nicht mehr richtig ins Spiel und mussten sich weitere gefährliche Angriffe der Eintracht gefallen lassen. Die größte weitere Braunschweiger Chance hatte der freche neue Rechtsaussen Korte (71. Minute), der nach einem Querpass von Kumbela das Pech hatte, freistehend nur den rechten Pfosten des leeren Kölner Tores zu treffen. In dergleichen Minute bediente Ademi seinen Löwen-Sturmkollegen Kumbela dann von rechts mustergültig. Der zog aus bester zentraler Position im Kölner Strafraum das Leder aber hoch über Horns Tor.

Bis zum Abpfiff liess nun die Braunschweiger Abwehr nur noch drei Kölner Chancen zu. Der neu eingewechselte Mittelfeldmann Jajalo konnte in Minute 85. - freistehend im Löwen-Strafraum - erst im letzten Moment am Einschuss gehindert werden. Vier Minuten später gab es zentral vor dem Eintracht-Strafraum mit einem Freistoss (Foul von Dogan an den ebenfalls neu eingewechselten Kölner Ishak) eine aussichtsreiche weitere Gelegenheit für Kölns Rechtsaussen Chihi, der aber knapp über Davaris Tor zielte.

Als allerletzte Massnahme, um noch eine Ergebnisverbesserung zu erzielen, schickte Kölns Trainer seinen Verteidigungs-Kopfballspezialisten Mc Kenna als Strafraumstürmer den Platz und liess dafür ohne Wimmer in der Abwehr nur noch eine Dreierkette spielen. Tatsächlich erreichte Mc Kenna einen der vielen nun hoch in Braunschweigs Strafraum gespielten Bälle in bester Position mit dem Kopf, verfehlte aber Davaris Kasten denkbar knapp. Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Gagelmann das Spiel ab.

Beide Trainer waren nach dem Spiel mit den Leistungen ihrer Mannschaft zufrieden, auch wenn Stanislawski damit haderte, dass die Kölner sich im Strafraum nicht entschieden durchgesetzt hätten. Sein Team solle aus diesem Spiel einen Lerneffekt mitnehmen, um sich dann in den nächsten Spielen für ein gutes Spiel auch zu belohnen. Stanislawski lobte das Braunschweiger Team und war sich sicher, dass auch andere Mannschaften zukünftig aus den Eintracht Stadion kaum Punkte entführen werden. Braunschweigs Trainer Lieberknecht sah bei seiner Mannschaft noch mehr Luft nach oben - er habe selbst kein richtig gutes Spiel seines Teams gesehen. Das Tor sei gefallen, da genau diese Strafraum-Situation rund um eine fehlerhafte Abseitsfalle einer gegnerischen Mannschaft im Training und der Vorbereitung ganz besonders geübt worden sei. Trotz der Niederlage der Kölner sah Lieberknecht die Geissböcke weiterhin als einen der Top-Aufstiegsfavoriten. Er selbst wolle mit seinem eigenen Team auf dem Teppich bleiben und von Spiel zu Spiel denken.

Der 1. FC Köln hat nun am kommenden Freitag die Chance, mit einem Heimsieg gegen Liga-Neuling Sandhausen einen kompletten Fehlstart zu vermeiden. Eintracht Braunschweig fährt zwei Tage später zum ersten Auswärtsspiel nach Berlin zum Spiel gegen Angstgegner Union, gegen den die Braunschweiger in der vergangenen Saison keinerlei Punkt holen konnten. "Das werden wir diesmal ändern", war sich Trainer Lieberknecht in der Pressekonferenz nach dem Spiel sicher.

Aufstellung Eintracht Braunschweig

Davari - Correia, Bicakcic, Dogan, Reichel - Theuerkauf – Kruppke (68. Ademi), Kratz, Vrancic (46. R. Korte) , Boland – Kumbela (88. Kessel)

Aufstellung 1. FC Köln

Horn - Brecko, Maroh, Wimmer (86. Mc Kenna), Eichner - Lehmann, Matuschyk (76. Jajalo) - Chihi, Bröker, Royer(76. Ishak) - Chong Tese


Weitere Fussball-Nachrichten aus dem Archiv
06.08. 19:53 - 1. FC Köln verleiht Roshi an FSV Frankfurt
06.08. 18:25 - Energie Cottbus verpflichtet Mittelfeldspieler Rivic
05.08. 17:22 - 1860 startet Mission Bundesliga - Aalen siegt hoch
05.08. 13:31 - Eintracht Braunschweig vs. 1. FC Köln Prognose und Wettquoten Vergleich
04.08. 13:24 - Ex-Bundesliga-Torjäger Sanogo: Neue Energie
03.08. 23:38 - 2. Liga: Mitfavoriten patzen - Hertha holt Remis
03.08. 20:27 - Mitfavoriten Ingolstadt und Pauli starten mit Remis
03.08. 14:26 - Duisburg verpflichtet da Silva von Meister Dortmund
03.08. 12:06 - FC St. Pauli Trikot Home 2013 in braun
03.08. 11:45 - Erzgebirge Aue vs. St. Pauli Quoten und Vorbericht
 
Alle älteren Artikel gibt's im News Archiv.
Fanartikel Deutschland Trikot DFB Pokal Karten Sky bestellen
Fan von Fussball24 auf Facebook werden
Fußball Newsletter - Informationen und Anmeldung
Das große Fußball 24 Forum
fussball-im-verein.de - Spieler, Funktionäre und Fans immer am Ball
Indoor-Soccer Plätze finden
...weitere Themen

Internetagentur bigidea.de | Eishockey | primera-division.com