DFB-Sportgericht reduziert Strafen für Hertha BSC
Frankfurt/Main (dpa) - 16.07.2012, 17:32 Uhr
Herthas Manager Michael Preetz hat vom DFB gute Nachrichten bekommen. Foto: Florian Schuh
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Gnade gegen Hertha BSC walten lassen. Das Gericht reduzierte die vom DFB-Kontrollausschuss beantragten Strafen für den Bundesliga-Absteiger nach dem Chaosspiel in Düsseldorf und Ausschreitungen von Berliner Fans bei zwei weiteren Spielen. Hertha darf nun für das erste Heimspiel der 2. Bundesliga gegen den SC Paderborn am 3. August (20.30 Uhr) 22 500 Karten an eigene Anhänger und 5000 Tickets an Gästefans verkaufen. Der Kontrollausschuss hatte zuvor eine Reduzierung der Zuschauerzahl auf insgesamt 20 000 Besucher gefordert.
Zudem entschied das Sportgericht im schriftlichen Verfahren, dass Hertha BSC eine Geldstrafe in Höhe von 40 000 Euro zahlen und weitere 40 000 Euro für ein gemeinnütziges Projekt in Berlin aufwenden muss. Der Kontrollausschuss hatte bei der Anklageerhebung noch 50 000 Euro Strafe gefordert. Hertha akzeptierte am Montag die Entscheidung des Sportgerichts, das Urteil ist somit rechtskräftig. «Gerade zum Start in die neue Saison ist das immer noch eine harte Strafe», sagte Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz, «allerdings eine, die wir unter Abwägung aller Gesichtspunkte jetzt eher akzeptieren können. Wichtig ist uns vor allem, dass wir für unsere Fans in vielen harten, aber immer diskreten Gesprächen eine bessere Lösung erwirkt haben. Damit sind jetzt endlich alle Verfahren abgeschlossen und wir schauen gemeinsam nur noch nach vorn.» |