Lewan Kobiaschwili vom Bundesliga-Absteiger Hertha BSC ist wegen seiner Tätlichkeit gegen Schiedsrichter Wolfgang Stark nach dem Relegationsspiel bei Fortuna Düsseldorf bis zum Ende des Jahres gesperrt worden.
Die Berliner Thomas Kraft und Andre Mijatovic wurden vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen Schiedsrichterbeleidigung mit Sperren für vier beziehungsweise drei Pflichtspiele belegt. Hertha akzeptierte die Strafen. «Damit können uns auf die neue Saison konzentrieren», sagte Manager Michael Preetz.
Kobiaschwili hatte Stark nach dem Skandalspiel in Düsseldorf auf dem Treppenabgang des Spielertunnels von hinten mit einem Faustschlag am Hinterkopf getroffen. Der Unparteiische hatte nur mit Mühe einen Sturz vermieden und ein Hämatom im Nackenbereich erlitten. Weil Kobiaschwili ein Geständnis ablegte, blieb das Sportgericht deutlich unter dem vom DFB-Kontrollausschuss geforderten Strafmaß einer einjährigen Sperre. «Ich werde dieses Urteil akzeptieren, damit ich weiter Fußball spielen kann», sagte Lewan Kobiaschwili nach der Rekordsperre. Bisheriger «Rekordhalter» war Timo Konietzka, der im Trikot von 1860 München in der Saison 1966/67 wegen einer Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter für sechs Monate gesperrt worden war.
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