Für den neuen Coach ist der bittere Gang in die Zweitklassigkeit bereits besiegelt. «Nach zwei Relegationsspielen und zwei Gerichtsterminen muss man davon ausgehen, dass es die 2. Liga wird», meinte Jos Luhukay, der bereits am Mittag eine kurzfristig einberufene Pressekonferenz gegeben hatte. Am Abend durfte der ehemalige Chef- und Aufstiegstrainer des FC Augsburg dann sogar als erster Redner ran. Und der Niederländer nutzte die Gelegenheit als Wahlkampfhelfer für die amtierenden Entscheidungsträger: «Herr Preetz und Herr Gegenbauer haben mich sehr schnell von Hertha überzeugt.» Und auch der Manager warb für seinen Unterstützer und damit de facto für sich: «Entscheiden Sie sich für inhaltlich überzeugende Lösungen, nicht für Parolen», sagte Preetz. Hertha BSC liege ihm wie kaum etwas anderes am Herzen, betonte der frühere Stürmer, der vor allem wegen des Trainerverschleißes in den vergangenen Monaten einhergehend mit der sportlichen Misere schwer in die Kritik geraten war. Preetz gibt aber nicht auf. «Ich bitte Sie im Interesse für Hertha BSC um Weitsicht und Geschlossenheit», sagte er. Manager Preetz habe «viel Kritik einstecken müssen und die sportliche Bilanz spricht gegen ihn. Aber so einfach liegen die Dinge nicht», sagte Schiphorst. Und siehe da: Nachdem Preetz das neue Trikot für die kommende Saison mit dem traditionellen Vereinsemblem vorgestellt hatte und er sich von der Bühne verabschiedete, gab es sogar Applaus.
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