Aachen zeigte sich im zweiten Spiel nach der Inthronisierung seines neuen Trainers Ralf Aussem bestens aufgelegt - und gefährlich. David Odonkor (26.) und Winter-Zugang Albert Streit (39.) schossen die Alemannen gegen Bochum schon zur Pause klar in Führung und gaben ihrem Verein neue Hoffnung im Abstiegskampf. Zudem sah Bochums Philipp Bönig (52.) die Gelb-Rote Karte. Nach fünf Pleiten am Stück und der Trennung von Coach Friedhelm Funkel war Aachen in der ersten Partie unter Aussem nur zu einem 3:3 in Ingolstadt gekommen. Platz 18 hat die Alemannia trotzdem weiter inne - weil zeitgleich auch der Karlsruher SC drei Punkte einheimste. Die Badener zeigten gegen Dresden eine Halbzeit lang fast gar nichts, dann schlugen Ionut Rada (57.) und Gaetan Krebs (77.) zu und sicherten drei Punkte. Am besten drauf im Tabellenkeller ist derzeit Hansa Rostock: Am Dienstag gelang den Mannen von der Ostsee mit einem 1:0 in Cottbus schon der dritte Sieg in Serie, Hansa kletterte auf den Relegationsplatz 16. Der Glaube an den Klassenverbleib ist zurück. «Vor ein paar Wochen hat keiner mehr einen Pfifferling auf uns gegeben. Die Mannschaft hat aber immer an sich geglaubt - nun wird sie dafür belohnt», urteilte Trainer Wolfgang Wolf. Die Münchner «Löwen» enttäuschten ihre wenigen Anhänger in der gähnend leeren Allianz Arena über weite Strecken, schließlich aber durfte der TSV 1860 gegen Duisburg seinen ersten Heimsieg seit Mitte Februar bejubeln. Verteidiger Guillermo Vallori (58. Spielminute) und Torjäger Benjamin Lauth (71.) trafen für Sechzig, zwischenzeitlich hatte Duisburgs Emil Jula (69.) für den Ausgleich gesorgt.
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