Fürth Gewinner des Spieltags - Hansa vor Abstieg
München (dpa) - 25.03.2012, 15:53 Uhr
St. Paulis Fabian Boll (M) liegt nach Spielende auf dem Rasen - gegen Cottbus gelang den Hausherren kein Tor. Foto: Marcus Brandt
Am Ende ihrer bitteren Pokal-Woche war die SpVgg Greuther Fürth dann doch noch der große Gewinner. Der Zweitliga-Spitzenreiter meisterte seine Heimaufgabe gegen den Karlsruher SC und durfte sich obendrein über die Patzer der Aufstiegskonkurrenz freuen. Herbstmeister Fortuna Düsseldorf verlor durch das 1:1-Heimremis gegen Eintracht Braunschweig weiter an Boden. Noch schlimmer erwischte es am 27. Spieltag den SC Paderborn, der daheim gegen den MSV Duisburg mit 1:2 (0:1) unterlag. Auch der FC St. Pauli ließ beim 0:0 gegen Energie Cottbus Punkte liegen. Allein Eintracht Frankfurt kann mit einem Sieg am Montag bei Union Berlin Fürth auf den Fersen bleiben. Sechs Punkte Vorsprung haben die Franken nun schon auf den Relegationsplatz, der Weg zum Fußball-Oberhaus ist bereitet. «Wir hegen hier seit langer Zeit einen Traum und den wollen wir uns jetzt erfüllen», bekräftigte Trainer Mike Büskens. Fürth marschiert - und die Konkurrenz schaut staunend zu.
«Die Konkurrenz hat nach dem Pokal-Aus auf einen Patzer gehofft. Den Gefallen haben wir ihnen nicht getan», freute sich Fürths Heinrich Schmidtgal nach dem Arbeitssieg gegen den KSC. Im Gegenteil: Während Fürth seine Heimaufgabe dank der Tore von Schmidtgal, Bernd Nehrig und Christopher Nöthe meisterte, patzte die versammelte Konkurrenz. Düsseldorfs Sieg vergab Jens Langeneke, der mit einem Foulelfmeter scheiterte. «Wir haben in der Hinrunde immer mit 130 Prozent gespielt. Im Moment fehlt uns da leider ein wenig», erkannte Fortuna-Vorstandschef Peter Frymuth. Auch Paderborn geht im Aufstiegsrennen allmählich die Puste aus. Gegen Duisburg setzte es eine herbe Heimpleite: Kevin Wolze brachte die Gäste (11. Minute) in Front. Daniel Brückner konnte ausgleichen (51.), doch Valeri Domowtschijski (68.) traf zum Sieg der Gäste. «Ich ärgere mich sehr, dass wir verloren haben. Man muss einfach zum passenden Zeitpunkt die Tore machen», erklärte SC-Trainer Roger Schmidt. Für St. Pauli war die Nullnummer gegen Cottbus viel zu wenig. «Momentan kriegen wir den Ball vorne einfach nicht rein», klagte Coach André Schubert. |