Münchner «Löwen» wollen Tabellenspitze angreifen
München (dpa) - 09.02.2012, 12:24 Uhr
Benjamin Lauth will sich mit seinen «Löwen» noch in den Aufstiegskampf einmischen. Foto: Andreas Gebert
Münchens «Löwen» wittern ihre Aufstiegschance. Nach den Strauchlern mehrerer Spitzenteams zum Jahresauftakt in der 2. Fußball-Bundesliga plant der TSV 1860 die Attacke. Am Freitag wollen die Bayern bei Erzgebirge Aue ihren vierten Sieg in Serie einfahren und möglichst zum Führungs-Quintett aufschließen. «Wenn die Spitzenteams uns den Gefallen tun sollten, noch ein-, zweimal zu patzen, dann werden wir angreifen», verdeutlichte 1860-Präsident Dieter Schneider vor dem Auftakt des 21. Spieltages. Die sportlichen Erfolge fernab der Streitigkeiten von Investor und Vereinsführung geben den Münchnern wieder Hoffnung - zumal sich die Spitzenclubs am Wochenende gegenseitig die Punkte abnehmen werden. Tabellenführer Fortuna Düsseldorf empfängt am Montag seinen ärgsten Verfolger Eintracht Frankfurt, zudem duellieren sich einen Tag eher Greuther Fürth (Tabellen-4.) und der SC Paderborn (3.). Nur drei Punkte liegen zwischen den ersten vier Mannschaften; vor den Sechzigern rangiert noch der FC St. Pauli (am Sonntag gegen Bochum).
Seit Tagen schon geht es zwischen Düsseldorf und Frankfurt neben dem Platz hoch her, reichlich Giftpfeile fliegen vom Rheinland nach Hessen und zurück. Eintracht-Coach Armin Veh attackierte Fortunas Torjäger Sascha Rösler, unterstellte ihm und den anderen Fortunen Fallsucht: «Zehn Elfmeter sprechen für sich. So schnell, wie die teilweise fallen, brauchen wir einen wirklich guten Schiedsrichter.» Düsseldorfs Manager Wolf Werner reagierte empört - und zählte in mehreren Interviews penibel auf, wann dem Traditionsclub glasklare Strafstöße verweigert worden seien. «Das alles zeigt ja gleichzeitig auch, dass sie Schiss vor uns haben», bilanzierte er im «Express». Den Verbalattacken will der Spitzenreiter mit Leistung trotzen. Nach dem jüngsten 1:1 in Ingolstadt besteht Wiedergutmachungsbedarf. «Wir sind motiviert genug und müssen nicht noch zusätzlich angestachelt werden», beteuerte Röslers Sturmkollege Thomas Bröker. |