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Aufstiegsaspiranten patzen - Topspiel am Montag

München (dpa) - 11.12.2011, 15:33 Uhr

Sascha Röslers (r) Treffer zum 1:1 bewahrte Düsseldorf vor einer Niederlage. Foto: Jonas Güttler
Sascha Röslers (r) Treffer zum 1:1 bewahrte Düsseldorf vor einer Niederlage. Foto: Jonas Güttler

Fortuna Düsseldorf kommt am 18. Spieltag der 2. Liga in Bochum nicht über ein Remis hinaus, bleibt aber in jedem Fall Tabellenführer im Fußball-Unterhaus. Am Montag können sich Frankfurt und Fürth etwas näher heranrobben. Für eine große Überraschung sorgt Ingolstadt.

Minimaler Rückschlag für Fortuna Düsseldorf: Die Zweitliga-Rekordjäger haben erstmals seit drei Wochen wieder Punkte abgegeben, immerhin aber ihre imposante Serie ohne Niederlage im deutschen Fußball-Unterhaus bestätigt. Der Herbstmeister musste sich am 18. Spieltag im Nachbarschaftsduell beim VfL Bochum mit einem 1:1 begnügen. Verfolger und Erstliga-Absteiger FC St. Pauli konnte diesen Ausrutscher allerdings nicht ausnutzen. Die Kiezkicker patzten überraschend beim Kellerkind FC Ingolstadt und verpassten durch das 0:1 den vorübergehenden Sprung auf Tabellenrang zwei.

Zumindest das Überraschungsteam des Fünften SC Paderborn verkürzte seinen Rückstand durch ein souveränes 2:0 gegen Hansa Rostock. Der Fortuna (42 Punkte) richtig auf die Pelle rücken können Eintracht Frankfurt (38) und Greuther Fürth (36). Im Spitzenspiel am Montag duellieren sich die beiden Aufstiegsaspiranten. Pauli und Paderborn haben bis dato ebenfalls 36 Zähler gesammelt.

«Für uns ist der Punkt etwas sehr Schönes», behauptete Düsseldorfs Erfolgstrainer Norbert Meier nach den ersten Punktverlusten seit Mitte November. Damals kam die Fortuna bei Union Berlin auch nicht über ein Remis hinaus, am Samstag in Bochum drohte nach dem sehenswerten Gegentreffer durch den Japaner Takashi Inui gar die erste Saisonpleite. Erst eine Viertelstunde vor Schluss traf Torjäger Sascha Rösler für die ungewohnt einfallslosen Zweitliga-Herrscher.

Immerhin «haben wir mittlerweile so viel Selbstvertrauen getankt, dass wir auch Spiele, die nicht unbedingt in unsere Richtung laufen, noch für uns gestalten können», bekannte Meier. Über das Düsseldorfer Remis dürfte man sich in gewisser Hinsicht sogar in Ostwestfalen noch gefreut haben - schließlich will Paderborn die Rheinländer am kommenden Freitag als erstes Zweitliga-Team überhaupt besiegen.


Alban Meha und Senkrechtstarter Nick Proschwitz mit seinem elften Saisontor tüteten einen ungefährdeten Erfolg gegen die Mannen von der Ostsee ein, bei denen der Einstand des neuen Trainers Wolfgang Wolf gründlich misslang. Hinterher lag der Fokus schon ganz beim Schlussakkord. «Jetzt freuen wir uns alle auf die Herausforderung bei Fortuna Düsseldorf, die wir vor der Winterpause noch bestehen dürfen - hoffentlich», meinte Paderborns Coach Roger Schmidt.

Dank des ersten Sieges unter Coach Tomas Oral rückt Ingolstadt auf Rang 16 vor. Ahmed Akaichi sorgte eine Minute vor Schluss für den unverhofften Sieg gegen St. Pauli. Neuer Tabellenletzter ist Rostock - dennoch setzen an der Ostsee unter Wolf alle auf bessere Zeiten. «Wir machen uns nicht verrückt, ich habe viele gute Ansätze gesehen, darauf bauen wir auf. Die Saison ist noch nicht gelaufen!», sagte der neue Trainer.

Nichts zu holen gab es auch für den Tabellen-16. Karlsruher SC. Die Badener unterlagen beim MSV Duisburg 1:3 - für den neuen Trainer Jörn Andersen war es im vierten Spiel die vierte Niederlage. «Was soll ich anderes sagen: Jetzt müssen wir halt gegen 1860 München gewinnen», meinte Andersen.

Seinen Aufwärtstrend setzte 1860 München fort - die «Löwen» überzeugten gegen Eintracht Braunschweig aber allenfalls durch ihre Cleverness. «Ich schäme mich etwas, weil wir katastrophal gespielt und trotzdem 3:0 gewonnen haben», räumte Münchens Stefan Aigner ein. «Letztlich zählen nur die drei Punkte.» Alemannia Aachen kletterte durch das 1:1 gegen Erzgebirge Aue auf Rang 14, Dynamo Dresden schlug Energie Cottbus im dritten Sonntagsspiel mit 2:1.

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