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Cottbus-Coach gefunden: Bommer folgt auf Wollitz

Cottbus (dpa) - 09.12.2011, 15:23 Uhr

Rudi Bommer ist neuer Trainer des FC Energie Cottbus. Foto: Rolf Vennenbernd
Rudi Bommer ist neuer Trainer des FC Energie Cottbus. Foto: Rolf Vennenbernd

Das ging schnell: Keine 24 Stunden nach dem Abschied von Coach Claus-Dieter Wollitz hat Energie Cottbus bereits einen Nachfolger gefunden. Rudi Bommer wird den Fußball-Zweitligisten von Januar an übernehmen, wie der Verein mitteilte.

Der 54-Jährige erhält einen Vertrag bis 30. Juni 2013. «Das Fußballgeschäft ist schnelllebig», meinte FCE-Präsident Ulrich Lepsch auf einer Pressekonferenz und sagte in Richtung Bommer. «Wir hoffen, dass er die kontinuierliche Arbeit von Pele Wollitz fortsetzt.»

Der frühere Nationalspieler Bommer trainiert derzeit noch den Drittligisten Wacker Burghausen, löst seinen Vertrag in Bayern aber auf. Eine Ausstiegsklausel ermöglicht den Wechsel. «Er betrachtet unsere Mannschaft und uns als Verein als große Herausforderung, brauchte deshalb keine Bedenkzeit», sagte der Cottbuser Präsident.

Der neue Coach, der Bundesliga-Erfahrung mit dem MSV Duisburg besitzt, «bringt alle Voraussetzungen mit, in der gegenwärtigen Situation der richtige Trainer für uns zu sein», betonte Lepsch. Noch am Vormittag hätten Energie und der Trainer letzte Details geklärt.

Im nächsten Spiel am Sonntag bei Dynamo Dresden wird aber Interimscoach Markus Feldhoff erstmals auf der Bank der Lausitzer sitzen. Der bisherige Assistent von Wollitz soll auch unter Bommer zum Trainerstab gehören. Daneben will der Verein so schnell wie möglich einen neuen Sportdirektor finden. Wollitz war auch an der Doppelbelastung gescheitert.


Die Cottbuser sehen in Bommer einen «gleichermaßen erfahrenen wie ambitionierten Fußballlehrer». 417 Mal stand der Aschaffenburger in der Bundesliga auf dem Platz, sechsmal trug er das Nationaltrikot. Als Coach erlebte er mit Burghausen, 1860 München und Duisburg die 2. Liga. 2007 gelang Bommer mit dem MSV sogar der Aufstieg in die Bundesliga, in der sich die «Zebras» aber nur ein Jahr lang hielten.

Wollitz hatte sich aus privaten Gründen und wegen Erfolglosigkeit zum Rückzug entschlossen. Energie galt vor Saisonbeginn als Kandidat auf den Aufstieg, rangiert nach der Hinrunde aber im Mittelfeld der Zweitliga-Tabelle (9. Platz). Seinem Nachfolger hatte der 46-Jährige gewünscht, «dass der Verein wieder in das Fahrwasser kommt, wo er hingehört, denn die Perspektive und das Fundament des FC Energie sind sehr gut».

Wollitz wird bereits als neuer Coach bei seinem ehemaligen Verein VfL Osnabrück gehandelt. «Wir bemühen uns sehr um eine Rückkehr von Wollitz», sagte VfL-Präsident Dirk Rasch der Nachrichtenagentur dpa. Mit Wollitz habe er bereits «ein sehr, sehr gutes Gespräch» geführt. «Ich gehe davon aus, dass am Montag alles über die Bühne geht», ergänzte Rasch.

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