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Halbzeitmeister Fortuna schielt Richtung Oberhaus

München (dpa) - 08.12.2011, 16:23 Uhr

Die Düsseldorfer Spieler kommen derzeit aus dem Feiern nicht mehr heraus. Foto: Fabian Stratenschulte
Die Düsseldorfer Spieler kommen derzeit aus dem Feiern nicht mehr heraus. Foto: Fabian Stratenschulte

Halbzeitmeister Fortuna Düsseldorf ist in der 2. Fußball-Bundesliga derzeit kaum zu stoppen. Die Aussichten auf die Rückkehr ins Oberhaus sind so gut wie lange nicht mehr. Kurz vor dem Rückrundenstart sorgten außerdem zwei Trainerwechsel für Wirbel.

Als Fortuna Düsseldorf zum letzten Mal in der Bundesliga spielte, war Berti Vogts noch Bundestrainer und Helmut Kohl noch Bundeskanzler. Mehr als 14 Jahre nach ihrem Abstieg aus dem Oberhaus sind die Düsseldorfer Halbzeitmeister der 2. Liga und haben zu diesem Zeitpunkt so viele Punkte (41) auf dem Konto wie kein Zweitligist seit Einführung der Dreipunkte-Regelung. Nie war die Bundesliga-Rückkehr so nahe wie in dieser Saison. Am Samstag ist die Fortuna beim VfL Bochum zu Gast.

«Es freut mich, dass alle in der Stadt euphorisch sind. Aber wir müssen auf dem Boden bleiben», sagte Trainer Norbert Meier. «Wenn wir den Fokus verlieren oder nur ein paar Prozent nachlassen, bekommen wir ein Problem.» Nach dem 2:0-Derbysieg in Duisburg ist seine Mannschaft saisonübergreifend seit 24 Ligaspielen ungeschlagen. Zwei Spieltage vor der Winterpause beträgt der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Eintracht Frankfurt drei Punkte.

Am ersten Rückrundenspieltag könnte das Polster sogar noch größer werden - denn mit Frankfurt und Greuther Fürth treffen am Montag die beiden ärgsten Verfolger aufeinander. Im Hinspiel drehten die Frankfurter Alexander Meier und Karim Matmour einen 0:2-Pausenrückstand noch in einen 3:2-Sieg. Bei der Neuauflage des Spitzenspiels könnte auf Seiten der Eintracht Innenverteidiger Bamba Anderson in die Mannschaft zurückkehren. Der Brasilianer musste beim 2:0-Sieg gegen Karlsruhe wegen Knieproblemen passen.

Hoffnungen auf die Bundesliga-Rückkehr macht sich auch Absteiger FC St. Pauli. Die Hamburger treten am Sonntag bei Schlusslicht FC Ingolstadt an. Nach Jan-Philipp Kalla, Fabian Boll, Fin Bartels und Dennis Daube können die Kiezkicker auch mit Abwehrspieler Markus Thorandt langfristig planen. Der 30-Jährige verlängerte am Donnerstag seinen Vertrag und unterschrieb für weitere zwei Jahre bis 2014. «Torre spielt bislang eine gute Saison, ist fester Bestandteil unserer Mannschaft», sagte Trainer André Schubert.


St. Paulis Dauerrivale Hansa Rostock bestreitet am Freitag beim Tabellenfünften SC Paderborn sein erstes Spiel unter dem neuen Coach Wolfgang Wolf. Der 54-Jährige trat am Mittwoch die Nachfolge des entlassenen Peter Vollmann an. Die Rostocker Mannschaft ist für den ehemaligen Trainer mehrerer Bundesligisten keine Unbekannte: In der Hinrunde der vergangenen Saison traf Wolf zuletzt als Trainer des Drittligisten Kickers Offenbach auf Hansa.

Nach Rostock verkündete am Donnerstag noch ein weiterer Zweitligist einen überraschenden Trainerwechsel: Claus-Dieter Wollitz und Energie Cottbus gehen nach zweieinhalbjähriger Zusammenarbeit getrennte Wege. Der Coach habe um die Auflösung seines Vertrags gebeten. Im Ost-Derby bei Dynamo Dresden am Sonntag werde Co-Trainer Markus Feldhoff die sportliche Verantwortung beim Tabellenneunten übernehmen.

Im Abstiegskampf treffen mit dem MSV Duisburg und dem Karlsruher SC am Freitag zwei direkte Konkurrenten aufeinander. Die Gäste stehen mit einem Punkt vor Hansa auf dem Relegationsplatz. Die Duisburger mit Trainer Oliver Reck haben noch ein Polster von vier Zählern auf die Abstiegszone.

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