Fortuna begeistert - Lambertz: «Traum Bundesliga»
Düsseldorf (dpa) - 29.11.2011, 12:13 Uhr
Düsseldorfs Oliver Fink (l) erzielte das 1:0 gegen Fürth. Foto: Fabian Stratenschulte
Fortuna Düsseldorf bleibt das Maß aller Dinge in der 2. Fußball-Bundesliga. Der seit 25 Pflichtspielen unbesiegte Tabellenführer gewann das Spitzenspiel gegen Greuther Fürth mit 2:1 (2:0) und steht vor dem Gewinn der Herbstmeisterschaft. Die Festtage in Düsseldorf nehmen kein Ende. Spitzenspiel gewonnen, Herbstmeisterschaft vor Augen und den Kapitän an Bord gehalten. «Das war heute ein richtiger Big Point», sagte Fortunas Mittelstürmer Thomas Bröker. «Man fragt sich schon manchmal, ist das alles real oder doch nur ein Traum?», meinte Vereinschef Peter Frymuth nach dem Erfolg gegen den Tabellenvierten SpVgg Greuther Fürth. Mehr als 33 000 begeisterte Zuschauer feierten ihre seit mittlerweile 25 Pflichtspielen unbesiegte Elf enthusiastisch und wünschen sich nur eins: nach 15-jähriger Abstinenz die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Dabei soll vor allem Andreas Lambertz helfen. Vor Spielbeginn wurde die Vertragsverlängerung des beliebten Kapitäns verkündet, die Fans dankten es mit großem Jubel. Der von allen nur Lumpi genannte Mittelfeld-Dauerläufer macht selbst keinen Hehl aus seiner großen Liebe. «Es ist mein Traum, mit Fortuna in der Bundesliga zu spielen, je früher desto besser», sagte Lambertz, der seit fast zehn Jahren in Düsseldorf spielt und so etwas wie eine Kultfigur ist. «Seine Art Fußball zu spielen, kommt beim Publikum an. Solche Spieler brauchst du», befand Trainer Norbert Meier. Fortuna-Boss Frymuth erhofft sich von der Vertragsverlängerung eine «Signalwirkung».
Es war diesmal allerdings ein hartes Stück Arbeit für die ohne ihren gelbgesperrten Torjäger Sascha Rösler angetretenen Düsseldorfer, die sich jetzt einen Drei-Punkte-Vorsprung an der Spitze erarbeitet haben und am kommenden Montag in Duisburg Herbstmeister werden können. Nach der verdienten 2:0-Führung durch Oliver Fink (18.) und Jens Langeneke (38./Foulelfmeter) wurde die Partie im zweiten Abschnitt ruppiger und Fürth kam zu einigen Möglichkeiten. Düsseldorfs Manager Wolf Werner war erbost über die harte Gangart des Gegners und die schwache Schiedsrichterleistung von Peter Gagelmann. «Ich habe Fürth noch nie so unfair gesehen wie in der zweiten Halbzeit. Dafür gibt es einen objektiven Mann, der das verhindern soll, doch das hat leider nicht geklappt.» Dabei spielte Werner auch auf die Szene des Gegentreffers an, als Edgar Prib auf 1:2 verkürzte, während Lambertz verletzt am Boden lag. Trainer Meier sah es nicht ganz so eng, meinte aber: «Man hätte den Ball auch ins Aus schlagen können». |