Fußball-Zweitligist FC Hansa Rostock hat sich am Samstag umgehend von den Zwischenfällen beim Nordderby gegen den FC St. Pauli distanziert und um gesamtgesellschaftliche Unterstützung gebeten.
«Wir bitten die Verbände, die Politik und die Judikative, uns Vereine mit diesem gesamtgesellschaftlichen Problem nicht allein zu lassen», hieß es in einer nach der 1:3-Heimniederlage veröffentlichten Erklärung.
Der Verein habe im Vorfeld der Begegnung alle ihm zur Verfügung stehenden Maßnahmen umgesetzt. «Wir werden weiterhin auf Prävention und Kommunikation setzen und fordern gleichzeitig die Gesellschaft dazu auf, uns bei diesem schwierigen Prozess zu unterstützen», schrieb der Zweitligist weiter.
Schiedsrichter Guido Winkmann stoppte die Partie in der 41. Minute unmittelbar nach Max Kruses Führungstor für die Gäste aus Hamburg. Auf den Rängen waren von St.-Pauli-Anhängern bengalische Feuer gezündet worden, anschließend schossen Hansa-Fans Raketen in den St.-Pauli-Block. Beide Mannschaften wurden in die Kabinen geleitet. Nach einer knapp viertelstündigen Unterbrechung wurde das Spiel fortgesetzt.